„Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden entsteht im täglichen Miteinander – im Kleinen wie im Großen.“ So ist es auf dem Flyer zur Ausstellung „Gesichter des Friedens“ zu lesen, die bis Sonntag, 6. April, in der Jülich Propsteikirche am Markt zu Gast ist. Initiiert haben die Ausstellung das Forum Ziviler Friedensdienst (ZFD), das jetzt unter „pro peace“ firmiert.
Zur Mittagszeit am Samstag haben nun Pfarrer Hans-Otto von Danwitz, Jochen Ostländer als Referent des Bistums Aachen und Priester Josef Jansen einen zusätzlichen „Ausstellungsimpuls“ gesetzt. Ist schon die Präsentation der zehn „Friedensgesichter“ und ihrer Lebensgeschichten eindrucksvoll, so hat der Impuls das Nachdenken über Frieden und mögliche Wege dahin noch verstärkt. „Was ist denn unser Beitrag zum Frieden?“ fragte Pfarrer von Danwitz sich und die kleine Gruppe derer, die der Einladung gefolgt waren.
Diese Menschen stehen stellvertretend für sehr viele andere, so Josef Jansen, der sich wünschte, sehr viele Besucherinnen und Besucher der Ausstellung würden sagen: „Auch ich will so ein Mensch sein.“ Dabei müsse man sich überlegen, was für jeden ganz persönlich Frieden eigentlich bedeutet, ergänzte Jochen Ostländer, der als eigentlichen Impuls schließlich einen Liedtext beisteuerte, der ihn beeindruckt habe. „Kein Mensch startet einen Krieg“ stammt aus der Feder von Singer/Songwriter Enno Bunger und brachte bildlich auf den Punkt, dass Hände, die einander gereicht werden, keine Bomben werfen und folglich keine Kriege starten können.
Eine durchaus lebhafte und politische Diskussion zu Themen wie Aufrüstung und den Krieg, den Israel gegen die Hamas führt, entspann sich im Anschluss – der Impuls zeigte Wirkung.
Die Ausstellung „Gesichter des Friedens“ kann über die Internetseite www.forumZFD.de/Gesichter-des-Friedens ausgeliehen werden. Die Ausleihe selbst ist kostenlos, es fallen lediglich Versandkosten an. Schulen und Einrichtungen der Jugendbildung können auf Wunsch zusätzliches pädagogisch aufbereitetes Material erhalten. Jedes der zehn Plakate wird nicht nur von einem Text über die abgebildete Person begleitet, ein QR-Code führt zu einem dazugehörigen Video-Interview.