
Nachdem das Freibad stark von der Flut 2021 betroffen war, brauchte es eine Weile, bis alle Schäden wieder behoben waren. Pumpen und die Kellertechnik waren kaputt, es gab verstopfte Rohre und die Angst vor Rissen und einer Unterspülung waren allgegenwärtig. Doch damit nicht genug: wie bei vielen anderen auch, gab es große Lieferschwierigkeiten bei Ersatzteilen und weiteren dringend benötigten Materialien. Das berichten Heiko Weylo, Meister für Bäderbetriebe und Sigrid Baum, Pressesprecherin der Stadtwerke Jülich.
Beide wirken sichtlich betroffen, als sie von den Ereignissen berichten. „Man musste lange auf ein Gutachten warten, um festzulegen, ob man die Schäden reparieren konnte oder Dinge völlig neu beschaffen musste“, teilt Sigrid Baum mit. „Durch die großartige Arbeit und den Zusammenhalt der Mitarbeiter konnte das Freibad wieder schwimmtauglich gemacht werden.“ Weylo fügt hinzu: „Auch wenn es zwischenzeitlich sehr frustrierend war, während der Wiederherstellung immer neue Defekte zu entdecken, war die Freude über die Neueröffnung im Juni riesig.“ Auch die Jülicher nahmen die Wiedereröffnung gut an. Bisher konnte das Freibad bereits 16.000 Besucher verzeichnen, am 8. Juli kamen sogar ganze 2850 Schwimmbegeisterte.
Doch bevor alles wieder zurück zur Normalität kehrte, wurde das Freibad seiner jährlichen Reinigung unterzogen. Dabei erklärt der Meister für Bäderbetriebe, dass das Wasser den Winter über im Becken bleibt. Gegen Ende März beziehungsweise Anfang April beginnen die Maßnahmen: Ein Team bestehend aus 4 Leuten beginnt, das Wasser abzulassen. Anschließend werden Schlamm und Blätter aus den Becken geholt. Dieses Jahr habe man aus dem großen Becken zwischen 150 und 200 Schubkarren Schlamm herausgeschöpft, so Weylo. „Wenn das Wasser rausgelassen ist, besteht immer die Sorge, dass in der Zwischenzeit das Fundament arbeitet oder sich die Becken verformen.“
Nach langem Warten erfreut sich das Freibad Jülich wieder an sowohl neuen, als auch bereits bekannten Besucher.