
Das vom Hersteller „Enforcement Trailer“, also Durchführungsanhänger, genannte Gerät kombiniert die Eigenschaften von stationärer und mobiler Geschwindigkeitsmessung. Der Anhänger ermöglicht automatische Geschwindigkeitskontrollen an Stellen, an denen diese aufgrund fehlender Infrastruktur oder der Gefährdung des Messpersonals bisher nicht möglich waren. Bis zu zehn Tage kann die Anlage wartungsfrei an einem Ort stehen und arbeiten. Die vom Messcomputer aufgezeichneten Daten werden nach dem Blitzen zeitnah per WLAN an die Straßenverkehrsbehörde übertragen. Die 170.000 Euro teure Anlage ist so konstruiert, dass sie von Unbefugten nicht beschädigt, bewegt oder verladen werden kann.
Das mit der Unfallkommission des Kreises Düren abgestimmte Radarüberwachungskonzept des Kreises sieht vor, dass Geschwindigkeitskontrollen an Unfallhäufungspunkten, Gefahrenstellen und Straßen, auf denen häufig zu schnell gefahren wird, stattfinden. Auch Bürgerbeschwerden fließen in die Planung der Kamerastandorte ein. Der Kreis Düren hat 19 stationäre Radarsäulen aufgestellt, für die es sechs Kameras gibt. Darüber hinaus verfügt er über zwei mobile Messanlagen und nun auch noch den „Enforcement Trailer“.