„Anlass für die Erarbeitung einer solchen Auszeichnung war, mehr Akzeptanz des Stillens im öffentlichen Raum zu schaffen“, sagt Ulla Wiesbrock-Schmidt, Kreisvorsitzende des Landesverbandes der Hebammen NRW, die die Urkunde gemeinsam mit Heike Schillo, 2. Vorsitzende, an Landrat Wolfgang Spelthahn und Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren, übergeben hat.
„Das Stillen ist die natürlichste Form der Ernährung eines Säuglings. Auch ich habe meine Kinder viele Monate gestillt und weiß, wie schwer es oft sein kann einen geeigneten Platz zum Stillen sowie die Akzeptanz dazu zu finden“, sagt Ricken-Melchert. Daher sei es umso erfreulicher, dass die Kreisverwaltung und insbesondere das neue Familienbüro als stillfreundlich und damit als geschützte Umgebung zum Stillen ausgezeichnet werde. Damit ist der Kreis Düren der fünfte Empfänger der Urkunde in ganz Nordrhein-Westfalen.
„Die Auszeichnung gibt Rückenwind. Rückenwind dafür, immer besser auf Lebensbedingungen in unserem Kreis einzugehen. Denn wir möchten wachsen und dafür sorgen, dass auch das gute Aufwachsen der Kinder gewährleistet ist“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.
Zu den Voraussetzungen zum Erhalt der Urkunde zählt die Bereitstellung eines geschützten Bereiches in öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr, ein kostenloses Getränk/Leitungswasser, gut sichtbare Wegweiser und die Ausstattung eines Stillbereiches mit einem geeigneten bequemen Stuhl und Wickelmöglichkeit. All das findet sich im Familienbüro des Kreises Düren.
„Die Auszeichnung ist ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen der familienfreundlichen Kreisverwaltung bzw. des familienfreundlichen Kreises Düren“, sagt Ricken-Melchert. Denn dadurch werde betont, dass Stillen ein normaler Bestandteil der Mutterschaft sein kann. Natürlich können auch Väter und Mütter, die nicht stillen, von dem Raumangebot profitieren, indem sie ihrem Kind dort ungestört die Flasche geben bzw. es wickeln können.