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Awo will für gutes Klima sorgen

An der Awo in Jülich entstehen Wildwiesen – ein Projekt für den Klimaschutz und den Insektenschutz.

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Die Hinweisschilder vor der Awo sind schon platziert. Foto: Oliver Garitz
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An der Awo (Arbeiterwohlfahrt) in Jülich entsteht ein ganz besonderes Projekt: Die Vorgärten der Awo werden zu Wildwiesen, die nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch einen wertvollen Rückzugsort für heimische Insekten bieten. Die Idee für diese Wildwiesen stammt von der Vorsitzenden der Awo, Britta Dohmen, und dem Entomologen Domenic Ciuca, die zusammen mit der Bio-Expertin Henrike Körber erste Pläne zur Gestaltung der Wiesen entwickelten.

Henrike Körber arbeitet an der Biologischen Station Düren und ist in das Projekt „Zukunftsdörfer“ eingebunden. Dieses Leaderprojekt berät Menschen bei der Gestaltung von Gärten und der Umwandlung von Grünflächen in naturnahe Flächen. „Es ist wichtig, dass die Menschen verstehen, wie viel Klimaschutzpotenzial in bepflanzten Grünflächen steckt“, erklärt Henrike Körber. „Solche Flächen speichern Wasser, holen Schadstoffe aus der Luft und tragen dazu bei, die Umgebungstemperatur zu senken. Sie leisten eine Menge für das Klima und sehen dabei auch noch schön aus.“

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Henrike Körber (l) und Dominic Cucia (r) flankieren das Projekt. Foto: Oliver Garitz
Die Wildwiesen werden mit heimischen Pflanzen gestaltet, da es in der Vergangenheit bereits Projekte mit Wildwiesen gab, bei denen Pflanzen verwendet wurden, die nicht aus der Region stammten. Diese Blumen sahen zwar schön aus, waren jedoch für die heimischen Insekten nicht geeignet. „Unsere heimischen Insekten sind auf unsere heimischen Pflanzen angewiesen“, erklärt Domenic Ciuca.

Das Projekt an der Awo ist ein Pilotprojekt, das die Hoffnung weckt, dass es von anderen übernommen oder als Vorbild für ähnliche Initiativen genutzt wird. Das ökologische und regionale Projekt wird vielfältige Elemente beinhalten. Es sind unter anderem Benjeshecken geplant, die als Lebensräume für Vögel und Insekten dienen. Ein Sandhaufen wird Insekten wie Wildbienen einen idealen Nistplatz bieten, und Steine für Mauerbienen werden ebenfalls bereitgestellt. Weitere Totholzhaufen für Käfer und Stauden aus der Region werden das Areal bereichern. Sogar Tontöpfe für Regenwürmer und Schautafeln sind vorgesehen, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Insekten zu schärfen.

Foto: Oliver Garitz
Es wird etwa zwei Jahre dauern, bis der Garten vollständig aufgeblüht ist. Doch das Ergebnis wird sich lohnen: Ein blühender Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz leistet. „Das ist ein sehr wichtiges Projekt“, betont Domenic Ciuca, „besonders in Anbetracht des dramatischen Insektensterbens. Wir haben derzeit das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit, und Insekten sind besonders betroffen.“ Das Projekt ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Vielfalt der Natur zu bewahren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.


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