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Offener Brief des Klimabündnisses

Zur erneuten Offenlage des Bebauungsplans A64 Am Schwanenteich Jülich schreibt das das Klimabündnis Jülich. Es ist ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen und Vereine aus dem Bereich des Klima- und Umweltschutzes und hat sich zum Ziel gesetzt, dem Klimaschutz eine unüberhörbare Stimme in der Stadt zu geben.

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Leserbriefe des Jülicher HERZOG Kultur- und Stadtmagazin
Leserbriefe des Jülicher HERZOG Kultur- und Stadtmagazin
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Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder des Planungsausschusses,
das Klimabündnis Jülich ist ein Zusammenschluss mehrerer Initiativen und Vereine aus dem Bereich des Klima- und Umweltschutzes und hat sich zum Ziel gesetzt, dem Klimaschutz eine unüberhörbare Stimme in der Stadt zu geben.

Das Klimabündnis Jülich setzt sich eindrücklich nur für eine erneute Offenlage eines überarbeiteten Bebauungsplans A64 Schwanenquartier ein, in dem die über 100 Einwendungen der Bevölkerung aus der ersten Offenlage berücksichtigt wurden. Nur durch Einbeziehung der Aspekte, die durch BürgerInnen eingebracht wurden kann erreicht werden, dass das Projekt auf weite Akzeptanz stößt.

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Das Bauprojekt am Schwanenteich in seiner jetzigen Form bringt großflächige Veränderungen in unsere Stadt, nicht nur der Stadteingangsbereich von Jülich würde grundlegend verändert, auch das charakteristische, grüne Erscheinungsbild unserer Stadt würde durch den massiven Baukörper negativ beeinflusst. Mit einer Entscheidung für eine erneute Offenlage dieses Bebauungsplans gäbe der Rat der Stadt Jülich einer zukunftsorientierten und klimaresilienten Stadtentwicklung eine Absage und würde auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik schädigen.

Das Klimabündnis setzt sich für eine nachhaltige Bebauung und Planung in der Stadt Jülich ein. Wir fordern daher einen zukünftigen Bebauungsplan, der die Erfordernisse angesichts eines sich rasant erwärmenden Klimas und der damit verknüpften zunehmenden Häufigkeit von Extremwetterlagen in alle anstehenden Uberlegungen einbezieht.

Dazu zählt eine Minimierung des massiven Baukörpers und der Erhalt aller Stadtbäume auf der ausgewiesenen Bebauungsfläche. Alter Baumbestand soll laut derzeitigem Bauplan weichen, was nicht nur ökologisch katastrophal ist, sondern auch einen enormen finanziellen Schaden verursachen würde (Baumwert nach Koch). Die Neuplanung kann für keinen ausreichenden Ausgleich des vorhandenen Baumbestandes sorgen.

Weiterhin erhöht der in dem Bauprojekt integrierte Vollsortimenter nicht nur das Bauvolumen, sondern holt auch mehr Autoverkehr in die Innenstadt, zum Beispiel in die Bahnhofstraße und Große Rurstraße. Diese zwei Achsen sind bereits jetzt stark befahren und belasten die angrenzenden Anwohner. Nach wie vor ist keine sichere Führung für Fußgänger und Fahrradverkehr geplant, besonders kritisch, da am Schwanenquartier auch der Schulweg (Mädchengymnasium Jülich, Gymnasium Zitadelle, GGS S¨ ud und Berufskolleg) verläuft.

Der Stadtrat hat zuletzt mit seiner Entscheidung zu einer angepassten Bebauung am Walramplatz und dem Erhalt von vier großen Stadtbäumen große Verantwortung übernommen und damit auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt beigetragen. Diesen Zusammenhalt wünschen wir uns auch für das Bauprojekt Schwanenquartier.

Für ein persönliches Gespräch mit den Ratsfraktionen und dem Investor stehen wir gern zur Verfügung.

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