Ein Feuerwehrmann wie er im Buche steht. Auf die Frage was Johann Jansen an der Feuerwehr gefällt, antwortet dieser: „die Kameradschaft und gute Beziehungen zu den Leuten. Zum großen Teil sind wir eine eingeschworene Gemeinschaft.“ Darauf sei er auch besonders stolz, betont er des Öfteren, da sich dieser Zusammenhalt über die Jahre nicht geändert habe. Das dem gebürtigen Kirchberger diese Werte besonders am Herzen liegen wird deutlich, da er kaum von sich allein spricht, sondern seine Kollegen stets mit einem wohlwollenden „wir“ miteinbezieht.
Bereits 1957 trat Jansen in Kirchberg der Feuerwehr mit 18 Jahren bei. „Wir hatten nichts“, merkt er rückblickend an. Damals sei er mit seinen Kollegen viel rumgekommen. So waren sie mal in Inden und mal in Koslar zu Einsätzen vor Ort. Erst im Jahr 1972, als die freiwillige Feuerwehr Kirchberg, nun als Löschgruppe Kirchberg, der freiwilligen Feuerwehr Jülich beitrat, besserte sich die Lage. „Dann bekamen wir irgendwann irgendwie unsere Klamotten,“ kommentiert Jansen. Auf die Frage wann das denn gewesen sei, antwortet er schmunzelnd: „das weiß ich leider nicht mehr.“ Kein Wunder, schließlich ist es schwierig sich in über 60 Jahren bei der Feuerwehr an alle Daten zu erinnern.
Doch mit dem Beitritt zur Stadt Jülich vollzog sich ein positiver Wandel für die Feuerwehrmänner. Beinahe beiläufig wirft Jansen ein, dass er selbst stellvertretender Löschgruppenführer gewesen sei. Dieses Amt hatte er stolze 20 Jahre, von 1975 bis 1995 inne, bis er 1999 mit dem Dienstgrad „Unterbrandmeister“ in die Ehrenabteilung der Feuerwehr Jülich aufgenommen wurde. Von letzterer Auszeichnung hat Jansen nicht erzählt, was nicht verwundert, da er auch über die jetzige Auszeichnung überrascht gewesen sei. Lieber erzählt er von den kleinen Dingen, die ihn bei der Feuerwehr begeistern.
Auch heute ist er bei Übungen ein gern gesehener Gast. „Die Jungens freuen sich wenn ich komme“, sagt er glücklich, „und dann wird mal gequatscht über früher und heute.“ Durch den Fortschritt in der Technik habe sich für ihn vieles verändert. Auch die Angst bei Großbränden sei damals riesig gewesen. „Es war gefährlich, wir hatten nicht die Ausrüstung die wir heute haben.“ Und trotzdem wagten sich Jansen und seine Kameraden immer wieder in gefährliche Situationen, um den Menschen zu helfen. Für ihn sei dies im Lauf der Jahre zu einer Pflicht gegenüber der Dorfgemeinschaft geworden. Eine Pflicht, die als Hobby begann und die er neben seiner Arbeit, erst in der Papierbranche und dann in der Chemie, erfüllen wollte und dies auch nach bestem Gewissen tat.
Für Johann Jansen steht am Ende fest: „der Zusammenhalt ist wichtig bei uns“. Deswegen sei er zur Feuerwehr gekommen und immer noch dabei. „Das ist was mich in der Feuerwehr aufrechterhält.“