Die Große Rurstraße wird umgestaltet. Das ist Fakt und Teil des Integrierten Handlungskonzeptes. Im letzten Planungsausschuss des Jahres trat die Verwaltung mit einem „Eilantrag“ an die politischen Vertreter heran: Die Stadt ist aufgefordert worden, am Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ teilzunehmen. Im Fördertopf wären für dieses Vorhaben 4,82 Millionen Euro. 3,8 Millionen Euro Eigenanteil wären aufzubringen. Eine erste Einreichungsfrist wäre noch im Dezember gewesen.
Großes Lob gab es für die Pläne, die Rad- und Fußverkehr mehr Raum bieten würden, sowie der grundsätzlichen Idee, eine Quartiersgarage für wegfallende Parkplätze zu errichten. Als Standort wurde der Parkplatz Berufsschule, Bongardstraße, vorgeschlagen – ein Areal, das dem Kreis Düren gehört. Kritisch gesehen wurde, dass hier entgegen dem sonstigen Vorgehen bei Mobilitätskonzept und InHK keine Bürgerbeteiligung stattfinden könnte. Außerdem sei die Beratungszeit für die Fraktionen angesichts der Bedeutung des Projektes zu kurz(fristig). In der Ratssitzung setzten in Übereinstimmung Stadtverwaltung und Politik das Vorhaben erst einmal aus. Geklärt werden soll jetzt, wie das Verkehrsministerium dieses ambitionierte Projekt im Sinne einer neuen Mobilität für eine lebenswerte Stadt weiterhin unterstützen könnte, etwa durch den Schwesterwettbewerb „Zukunft Stadtraum“ im Programmjahr 2023.