Für den Kreis Düren zeigt der aktuelle Schuldneratlas der Creditreform eine unverändert überproportionale Überschuldungsquote. Sie liegt mit 11,85 Prozent aller Erwachsenen über dem Landes- und Bundesdurchschnitt (9,87 Prozent). Die Stadt Düren liegt mit 16,47 Prozent deutlich an der Spitze. Dies zeige, dass der Bedarf an Schuldnerberatung weiter sehr hoch ist. Diese Zahlen machen aber auch deutlich, wie viele Menschen in existenzbedrohender Notlage leben.
Die Schuldner – und Insolvenzberatung ist eine Stelle, bei der Schuldner Unterstützung finden und neue Perspektiven erarbeiten können. Die Soziale Schuldnerberatung sei deswegen sowohl für Betroffene und ihre Angehörigen als auch für die Gesellschaft ein unverzichtbares Beratungsangebot. Sie hilft bei der Existenzsicherung, der Schuldenregulierung, der nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen, beruflichen, familiären, sozialen und gesundheitlichen Situation. Das Ziel ist die Wiederherstellung der wirtschaftlichen und persönlichen Handlungskompetenz der Betroffenen.
Die Beratungsstellen in Jülich und Düren werden in der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung von Montag, 7., bis Freitag, 11. Juni, Betroffenen Mut machen, in ihrer Situation Hilfe in Anspruch zu nehmen, und auf die Risiken persönlichen und wirtschaftlichen Scheiterns in unserer Gesellschaft hinweisen.
In dieser Woche sind Plakate und Informationen zur Sozialen Schuldnerberatung unter dem Titel „Der Mensch hinter den Schulden“ ausgestellt.
In Jülich sind sie zu finden: Im Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinde Jülich (Dietrich-Bonhoeffer-Haus), im Verwaltungsamt des Kirchenkreises Jülich und im Foyer des Alten Rathauses (job-com).
Weiteres Informationsmaterial, auch zu Präventionsangeboten für Eltern und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, gibt es in den Beratungsstellen und auf der jeweiligen Homepage. Die offizielle Homepage der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände: www.aktionswoche-schuldnerberatung.de