
Der rund 85 Meter lange Transportzug rollt mit einem 400 Tonnen schweren Generatorteil (Stator) ab 22 Uhr über die Bundesstraßen 57 und 56 sowie über die L11 in Richtung Neu Lohn. Dabei kommt es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. So wird die Merzbach-Brücke auf der L11 zwischen 20 Uhr und voraussichtlich 1 Uhr morgens gesperrt. Die Sperrung ist erforderlich, da die Brücke überbaut werden muss, bevor der Schwertransport sie überquert.
Auf Höhe von Neu Lohn wird der Schwertransport am 17. Juli tagsüber von zwei 14-achsigen Fahrlafetten auf zwei 26-Achser umgesetzt. Mit einer Gesamtlänge von 115 Meter rollt der Schwertransport in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli weiter in Richtung Kraftwerk Weisweiler.
Der transportierte Stator gehört zum ersten von zwei Generatoren aus dem stillgelegten Kraftwerk Voerde, die im Rheinischen Braunkohlenrevier als strategische Reserveteile vorgesehen sind. Die Generatoren aus Voerde sind technisch kompatibel mit den Stromerzeugern in RWE-Braunkohlenkraftwerken. Um bei eventuellen Generatorschäden an den Kraftwerksstandorten Weisweiler und Neurath die Reparatur- und Stillstandzeiten zu minimieren, übernimmt RWE Power jetzt einen der Generatoren aus dem stillgelegten Kraftwerk in Voerde und lagert ihn im Kraftwerk Weisweiler ein. Die Neuanfertigung eines solchen Generators würde länger als ein Jahr dauern.
Dazu sagt Guido Schöddert, Leiter des RWE-Kraftwerks Weisweiler: „Wir sind so gewappnet bei möglichen Ausfällen und können sehr schnell wieder Strom produzieren und zur Versorgungssicherheit beitragen.“
Der maximal 10 km/h schnelle Schwertransport wird auf der Straße durchweg von Polizeifahrzeugen begleitet. Um Verkehrsbeeinträchtigungen und Belästigungen für Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren, rollt der Transport jeweils nur zwischen 22 und 5 Uhr.