Deutlich hebt sich die kleine Enklave aus bunten Container-Modulen ab. Kein Wunder. Der niederländische Architekt Julius Taminiau ist für die Grundidee vom regionalen Farbenspiel bis zur Hexagon-Anordnung verantwortlich. „Das ist ein rundes Gesamtkonzept“, unterstreicht Bauleiter Tom Hilger. Idyllisch wird es außerdem: Mit Phantasie kann man sich den Blick aus dem Bürofenster oder von der „Chill-Area“ auf den Dächern der Module in Richtung See vorstellen. Der Hub, das runde Herzstück des Brainergy Parks, entsteht in direkter Nachbarschaft. Gut eingebettet ist der neuartige und perspektivische Denk- und Entwicklungs-Ort „Start-Up-Village“.
16 Module sind bislang um ein Zentralgebäude gruppiert. Weitere sollen folgen. Bauleiter Hilger berichtet, dass die Fördermittel für den 2. Bauabschnitt bereits beantragt seien. „Sobald wir die Mittel haben, geht es schnell“, sagt er. Die Nachfrage sei groß. Aus baurechtlichen Gründen seien zwar (bei Redaktionsschluss) noch keine Mietverträge unterschrieben worden, es gäbe allerdings Startups, die „gesetzt“ seien. Nur noch drei Module wären frei. Darüber hinaus würden nicht alle Bewerbungen genommen. Vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke spielt eine große Rolle – das gilt für die Module, die rundum umweltfreundlich sind, von den gezapften statt geleimten Modulen über eine Dämmung von 40-KW bis zur Möglichkeit eines rückstandslosen „Rückbaus“. Weshalb Tom Hilger behauptet: „Die sind für die Ewigkeit gebaut.“
Auf Nachhaltigkeit wird aber auch bei den Gründungswilligen gesetzt. Daher gehört zum Mehrwert der Startup-Village die Begleitung der Ideenentwickler. Tom Hilger: „Wir wollen ja Arbeitsplätze und den Strukturwandel schaffen, und den schaffst Du nur mit Unternehmertum.“ Darum ist auch „Zebra“ im Dorf am Start. Das Accelerator-Programm bietet persönliches Mentoring, Vernetzungsmöglichkeiten und Pitchtrainings, um die teilnehmenden Teams optimal auf eine erfolgreiche Gründung vorzubereiten.
Baulich wie Perspektivisch gilt: Der Anfang ist gemacht.