4_christian_ehring-_c_stephan-wieland

Die er­folg­rei­che Klein­kunst­rei­he

 

Wenn man sich immer er­in­nern könn­te, wie alles be­gann und wer ei­gent­lich die Idee hatte, dann könn­ten wir dies an die­ser Stel­le be­rich­ten. So kön­nen wir nur Ver­mu­tun­gen an­stel­len. Es könn­te sein, dass nach der aus­ver­kauf­ten Vor­stel­lung der bei­den Ka­ba­ret­tis­tin­nen Wan­nin­ger/Rix­mann der Ver­an­stal­ter oder der Ver­mie­ter auf die Idee kam, die er­folg­rei­che Zu­sam­men­ar­beit wei­ter aus­zu­bau­en. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben beide di­ver­se Klein­kunst­ver­an­stal­tun­gen ge­trennt von­ein­an­der durch­ge­führt, doch ge­mein­sam ist vie­les leich­ter, auch das Fül­len eines Ver­an­stal­tungs­saals. Und so stand sie plötz­lich im Raum, die Idee der Klein­kunst­rei­he und schon schwirr­ten die ers­ten Namen durch das Büro. Jür­gen Be­cker, Bern­hard Hoë­cker, der Bei­kir­cher, Thors­ten Strä­ter usw…

Drei Jahre spä­ter haben die bei­den Ver­an­stal­ter, das Kul­tur­bü­ro der Stadt und der Kul­tur­bahn­hof diese Liste er­folg­reich ab­ge­ar­bei­tet, aus­ver­kauf­te Häu­ser in­klu­si­ve.
Die Klein­kunst­rei­he Watt zum La­chen hat die deut­sche Ka­ba­rett- und Co­me­dy-Szene wei­ter fest im Blick. Doch mit der at­trak­ti­ven Kuba-Bühne las­sen sich nicht alle Künst­ler lo­cken, 161 Sitz­plät­ze sind den Gro­ßen wie Die­ter Nuhr und Ralf Schmitz lei­der um ein Viel­fa­ches zu wenig. Und so schaut man auch gern mal über den Tel­ler­rand, en­ga­giert viel ver­spre­chen­de Ta­len­te, schielt in die Kar­ne­valse­cke oder auch mal ins Va­rieté. Um diese große Band­brei­te in Zu­kunft bes­ser an­bie­ten zu kön­nen, gibt es im kom­men­den Jahr sechs­mal Watt zum La­chen.

Ope­ner ist am Frei­tag, 01. Fe­bru­ar, 2017 René Stein­berg. Seit ber 15 Jah­ren macht René Stein­berg Sa­ti­re, Glos­sen und Co­me­dy im Radio. Zehn­tau­sen­de Be­su­cher sahen ihn bei der WDR-Büh­nens­how „La­chen Live“, mit der er mehr als fünf Jahre in ganz NRW un­ter­wegs war. Zur Zeit tourt er mit sei­nem drit­ten So­lo­pro­gramm „Ir­res ist mensch­lich!“, das er sei­nem ganz ei­ge­nen Stil gemäß aus­ge­baut hat: schnell, fröh­lich, pup­pen­lus­tig und mit einem Witz ver­se­hen, der sich erst auf den zwei­ten Blick auch mal als bei­ßen­der Spott ent­larvt.

Vor ziem­lich genau 20 Jah­ren waren sie zum ers­ten Mal im Kuba, am Mitt­woch, 29. März, 2017 keh­ren sie zu­rück. Wall StreetThea­tre prä­sen­tiert Frog ´n´ Chips, sim­p­ly bri­tish und vor allem ex­trem­ly ko­misch. Per­fekt ge­klei­det in Anzug und Kra­wat­te, her­aus­ge­putzt mit Po­ma­de, Horn­bril­le und So­cken­hal­ter, be­tre­ten Herr Schult­ze und Herr Schrö­der die Bühne. So prä­sen­tiert das Wall StreetThea­tre in sei­nen Pro­gram­men die bei­den schrä­gen, aber immer lie­bens­wer­ten Cha­rak­tere Herr Schult­ze und Herr Schrö­der. Eine ex­plo­si­ve Mi­schung aus tro­ckens­tem eng­li­schem Humor, ex­zen­tri­schem Mi­men­spiel und einer Prise Ar­tis­tik, ga­ran­tiert wit­zi­ge Shows im ganz ei­ge­nem Stil. Ra­sant, schel­misch und höchst skur­ril.

Am Frei­tag, 12. Mai, 2017 dür­fen Sie sich auf einen Abend mit Nessi Tau­send­schön freu­en. Sie ist ein Na­tur­er­eig­nis: Wenn Nessi Tau­send­schön die Bühne be­tritt, gerät bei so man­chem Zuschau­er das Blut in Wal­lung vor Er­stau­nen. Diese Stim­me, mit der sie pro­vo­ziert und par­odiert, spricht, spielt und singt, ein Organ, das tre­mo­lie­rend jede Amsel in den Schat­ten stellt. Sie ist ein Ori­gi­nal, un­ver­wech­sel­bar und cha­ris­ma­tisch und Trä­ge­rin des Deut­schen Klein­kunst­prei­ses.

Nach der Som­mer­pau­se geht es hei­ter wei­ter mit Hen­ning Schmidt­ke. Noch nie hat­ten Men­schen so viel Zeit wie heute, und doch het­zen wir durchs ganze Leben. Wir het­zen zur Ar­beit, zum Sport, zum Yoga. Unser Wap­pen­tier ist kein Adler, son­dern der frühe Vogel, der den Wurm fängt. Der Kla­vier­vir­tuo­se prä­sen­tiert ein ent­schleu­nig­tes Ka­ba­rett-Pro­gramm über den Stoff, aus dem das Leben ist: die Zeit. Mys­te­ri­ös und doch all­täg­lich. Immer ge­recht ver­teilt, denn jeder hat genau gleich viel davon: 24 Stun­den täg­lich. Die­ses Pro­gramm ist zeit­los schön und Uhr-ko­misch.

Im Ok­to­ber kommt der Mann. Der, der Er­do­gan är­ger­te. Ein Bei­trag in Chris­ti­an Ehrings Sa­ti­re­sen­dung „ex­tra3“ brach­te im März 2016 den tür­ki­schen Prä­si­den­ten so auf die Palme, dass er den deut­schen Bot­schaf­ter ein­be­stell­te. Sein Solo „Kei­ne wei­te­ren Fra­gen“ ist ein hoch­ak­tu­el­ler und sehr per­sön­li­cher Kom­men­tar zur Lage der Na­ti­on; hin­ter­grün­dig, schwarz­hu­mo­rig und per­fi­de po­li­tisch. Und darum gehts: Der Sohn will ins Aus­land, auf ein­mal ist mehr Platz im Haus, da mel­det sich das so­zia­le Ge­wis­sen: Wäre das nicht die Ge­le­gen­heit, end­lich mal etwas Sinn­vol­les zu tun und einen Flücht­ling auf­zu­neh­men?

Es ent­wi­ckelt sich ein as­so­zia­ti­ver Mo­no­log über Po­li­tik, Moral und Verant­wor­tung, ko­misch und ernst, au­then­tisch und ver­lo­gen. Bitte la­chen Sie vor­sich­tig.

Den Ab­schluss setzt Tina Teub­ner. Weih­nach­ten kommt. Ob wir wol­len oder nicht. Wir kön­nen es lie­ben, wir kön­nen es has­sen, der Er­war­tungs­druck bleibt. Grund genug, sich gründ­lich vor­zu­be­rei­ten. Tina Teub­ner, stu­dier­te Me­lan­cho­li­ke­rin mit star­ker Ten­denz zu hu­mor­vol­len Lö­sun­gen, weiß: Wer den Weih­nachts-GAU in all sei­nen Va­ri­an­ten schon vor­her durch­ge­spielt hat, ist ge­wapp­net für das Fest der Liebe. Schen­ken, Essen, Trin­ken, Lied­gut und das alles im An­ge­sicht des Er­lö­sers: Die­sen Wahn­sinn über­steht nur, wer dar­über la­chen kann.

Das müs­sen Sie ge­se­hen haben.

 

Ter­mi­ne 2017

FR 01|02 | Rene Stein­berg

Irres ist mensch­lich

MI 29|03 | Wall StreetThea­tre

Frog ‚n‘ Chips

FR 12|05 | Nessi Tau­send­schön:

Die wun­der­ba­re Welt der Am­ne­sie

FR 22|09 | Hen­ning Sch­mitt­ke

Hetz­kas­par – zu blöd für Burn-Out

SO 29|10 | Chris­ti­an Ehring

Keine wei­te­re Fra­gen

MI 06|12 | Tina Teub­ner

Stil­le Nacht – bis es kracht