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HERZOG - Titelstorys -

POLE POLE, PICKEL, TOR

polepole

Von der Nähe von Glück und Un­glück

 

Milan tau­melt mehr recht als schlecht die letz­ten 150 Meter bis zur 4703 Meter hoch ge­le­ge­nen Kibo-Hütte, völ­lig er­schöpft von die­sem schier end­lo­sen Marsch über den Sat­tel des Ki­li­man­jaro. Fre­de­rick, sein Guide, bringt ihm einen lau­war­men Tee, be­glei­tet mit sei­ner tan­sa­ni­schen Weis­heit: „Trin­ken, viel trin­ken und `pole pole´ (lang­sam, lang­sam) brin­gen dich si­cher auf den Berg und wie­der run­ter.“ Milan kann sich in die­sem Mo­ment nicht vor­stel­len, in rund sechs Stun­den den sie­ben­stün­di­gen Gip­fe­lauf­stieg in An­griff zu neh­men. Er denkt an Zoë, sie will in Jü­lich fei­ern, für ihn ein Grund zur Flucht. Er trinkt sei­nen Tee aus und kriecht zu einer der letz­ten Prit­schen in der Hütte. Rechts und links hört er leise Stim­men, Stöh­nen und immer wie­der ein lei­ses Knacken. Er fragt sich, was das sein könn­te und dann sieht er es: Aspi­rin, das aus den Blis­tern ge­löst und in rauen Men­gen ein­ge­wor­fen wird. mehr…

HERZOG - ans Volk -

AUSSCHLAG

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Aus­schlag. Also so­wohl mit dem will­kom­me­nen als auch mit dem un­will­kom­me­nen; mit dem, den man sel­ber ver­schul­det hat und dem, gegen den man sich nicht weh­ren kann. Aber der Reihe nach. Der akut auf­tre­ten­de Haut­aus­schlag ist na­tür­lich sel­ten will­kom­men und als pi­cke­li­ger Tee­na­ger war auch ich kaum mit dem Ar­gu­ment zu be­ru­hi­gen, dass die­ser tem­po­rä­re Zu­stand doch im­mer­hin eine her­bei­ge­sehn­te Marke sei auf dem Weg zum lang­fris­tig an­ge­streb­ten Ziel des Er­wach­se­nen­seins. mehr…

HERZOG - Menschen -

ARBEITEN MIT UND FÜR FRAUEN

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30 Jahre Gleich­stel­lungs­stel­le und Frau­en hel­fen Frau­en e.V.

 

Vor 30 Jah­ren ent­wi­ckel­ten sich aus einer star­ken Frau­en-Szene in Jü­lich gleich zwei „In­sti­tu­tio­nen“: die Gleich­stel­lungs­stel­le und der Ve­rein „Frau­en hel­fen Frau­en e.V.“. Mandy Geit­h­ner-Sim­bi­ne, der­zei­ti­ge Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te der Stadt Jü­lich, Kirs­ten Mül­ler-Leh­nen als erste Amts­in­ha­be­rin, Bri­git­te Habig als Grün­de­rin von „Frau­en hel­fen Frau­en e.V.“ und Dag­mar Ahrens, Maria Bren­ner und Sa­bri­na Di­cken von der Be­ra­tungs­stel­le des Ver­eins haben sich für den HERZOG er­in­nert. mehr…

HERZOG - Vereine -

ITALIENSCHE FRÜHLINGSGEFÜHLE

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För­der­ver­ein Mu­se­um Jü­lich e.V.  Neuer Schir­mer aus Ole­va­no 

 

Der För­der­ver­ein Mu­se­um Jü­lich e.V. blickt auf ein er­folg­rei­ches Jahr 2016 zu­rück. Die Mi­ner­va-Preis-Ver­lei­hung und das En­ga­ge­ment für den not­wen­di­gen Ei­gen­an­teil des Mu­se­ums Zi­ta­del­le zur Teil­nah­me am Re­stau­rie­rungs­pro­gramm des Lan­des NRW waren zwei Schwer­punk­te. Dazu kommt nun noch der er­folg­rei­che Ab­schluss einer lang­wie­ri­gen Neu­er­wer­bung für die Schir­mer­samm­lung mit Hilfe der An­kaufs­för­de­rung des Lan­des NRW.  mehr…

HERZOG - Titelstorys -

VON JECKEN UND NARREN

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eine Reise durchs Bü­cher­re­gal

 

An Je­cken, Nar­ren und Toren be­steht zur Zeit kein Man­gel. Die Je­cken und Nar­ren kennt man aus dem Kar­ne­val, die nicht or­gan­sier­ten
kar­ne­val fei­ern­den Men­schen. Sie ma­chen es nur an Kar­ne­val. Aber es gibt auch Nar­ren, die auch au­ßer­halb der 5. Jah­res­zeit aktiv sind. Es gibt den Clown, der an­de­re zum La­chen bringt; den Spaß­ma­cher, der nur un­ter­hal­ten will; die Vie­len, die sich zu Nar­ren ma­chen las­sen. Es gibt den Nar­ren, den man für tö­richt hält, weil er die Narr­heit sei­ner Um­welt de­mas­kiert und den Men­schen einen Spie­gel prä­sen­tiert. Es gibt den Be­klopp­ten, den man als Nar­ren be­schimpft, weil er Ge­dan­ken denkt, zu denen seine Zeit­ge­nos­sen viel­leicht nicht fähig sind. Zeit für eine när­risch-li­te­ra­ri­sche Zeit­rei­se. mehr…

HERZOG - ans Volk -

JECK!

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit den Je­cken. Also denen, die Jeck sind und denen, die jeck wer­den. Ein Jeck sein ist näm­lich nicht gleich jeck sein und schon gar nicht in einen Topf bzw. Bütt zu wer­fen mit Nar­ren und Kar­ne­va­lis­ten. Also na­tür­lich fei­ert der Jeck (auch) gern Kar­ne­val, aber der Kar­ne­va­list ist ein or­ga­ni­sier­ter Narr mit Ver­eins­funk­ti­on, der öf­fent­lich auf­tritt. Der Jeck fei­ert ein­fach mit – und das nicht nur in der fünf­ten Jah­res­zeit. Bes­ten­falls ist der Kar­ne­va­list auch jeck, wenn er Nar­ren­kap­pe, Uni­form und Orden ab­ge­legt hat – dann be­schreibt jeck viel­mehr seine grund­sätz­li­che hu­mor­vol­le Le­bens­ein­stel­lung und er­laubt ihm – kar­ne­va­lis­tisch an­mu­ten­de – Späße auch in den an­de­ren vier Jah­res­zei­ten. mehr…

HERZOG - Menschen -

„AM LIEBSTEN MAG ICH KURZE WITZE“

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Jeckes Ge­spräch mit Hei­mat­red­ner Tom Oel­lers

 

HERZOG: Was braucht man denn so, um ein guter Hei­mat­red­ner zu sein? Wird man schon wit­zig
ge­bo­ren?

TOM: Also es ist wohl eine gute Mi­schung aus
Genen, Er­zie­hung und Raum zur Ent­fal­tung. Das alles wurde mir vor­bild­lich im wahrs­ten Sinne des Wor­tes mit­ge­ge­ben. Ich bin ein ech­ter Mutt­krat – ein in Jü­lich ge­bo­re­nes Kind von zwei Jü­li­chern. Mein Vater Hu­bert Oel­lers war ja ak­ti­ver Kar­ne­va­list bei der KG Rur­blüm­chen im El­fer­rat und als 2. Sit­zungs­prä­si­dent. Und er war na­tür­lich der „Hei­mat­red­ner“, der all­jähr­lich quasi als Büt­ten­re­de die lo­ka­len Er­eig­nis­se des Jah­res hu­mor­voll Revue pas­sie­ren ließ. Die KG hatte da­mals eine ak­ti­ve Kin­der­grup­pe, in der ich eben­so in den Kar­ne­val hin­ein­wuchs wie bei­spiels­wei­se auch der heu­ti­ge Prä­si­dent der Rur­blüm­chen, Frank Kutsch. mehr…