mindestens 3 Buchstaben!
HERZOG - Kunst&Design -

INTERNATIONALER MUSEUMSTAG

Die Ostfassade des ehemaligen herzoglichen Schlosses in der Zitadelle J¸lichAm In­ter­na­tio­na­len Mu­se­ums­tag er­öff­net das Mu­se­um Zi­ta­del­le in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Kul­tur­bü­ro der Stadt Jü­lich die Aus­s­tel­lung „Ren Rong – Dia­log der Welt­kul­tu­ren“. Vom 21.5. bis zum 27.8. stellt der deutsch-chi­ne­si­sche Künst­ler im Re­naissance­gar­ten seine Me­talls­kulp­tu­ren aus. Nicht nur an­schau­en, son­dern auch be­rüh­ren und mit einem Häm­mer­chen zum Klin­gen brin­gen kann man die bis zu drei Meter hohen Ste­len, die Ren Rong vor der his­to­ri­schen Ku­lis­se des Jü­li­cher Re­naissance­schlos­ses zum „Dia­log der Welt­kul­tu­ren“ ar­ran­giert. mehr…

HERZOG - Kunst&Design -

DER JUDE MIT DEM HAKENKREUZ

FritzimFlugzeugWEBGe­spräch und Le­sung mit Lo­renz S. Beck­hardt

 

Am Sonn­tag, den 21. Mai 2017 fei­ern auch wir im LVR-KULTURHAUS Land­syn­ago­ge Rö­din­gen den 40. In­ter­na­tio­na­len Mu­se­ums­tag mit dem dies­jäh­ri­gen Motto „S­pu­ren­su­che. Mut zur Verant­wor­tung“. Wir bie­ten Spu­ren­su­chen in der Sy­n­ago­ge und im Dorf an. mehr…

HERZOG - Titelstorys -

GELBFIEBER

webIch er­rei­che Jü­lich in der Nacht. Die Fahrt vom Flug­ha­fen bis hier war nicht ohne. Ein leich­ter Rut­scher im Kreis­ver­kehr in Ellen und die gelb blin­ken­de Sta­bi­li­täts­ys­tem­kon­troll­leuch­te mahn­te mich zur Vor­sicht. Ob­wohl die Stra­ße tro­cken er­schi­en, war es glit­schig. Es ist wirk­lich kalt, sehr kalt. Ein fros­ti­ger Ja­nu­ar prägt die letz­ten Tage und Näch­te mit sei­nen in grau und braun ten­die­ren­den Far­ben. Am Him­mel tags­über manch­mal ein Stück blau oder nur blau. Sogar das grün der Rau­reif­wie­sen zwi­schen der Au­to­bahn und hier war im Licht der Schein­wer­fer grau. Durch die glit­zern­de Re­flek­ti­on des nächt­li­chen Rau­reifs schon fast eis­blau. Tat­säch­lich hel­ler als der salz­ge­trock­ne­te As­phalt, der im Licht der LED Schein­wer­fer fast weiß er­scheint. Beglei­tet von der schwar­zen Linie des Stra­ßen­rands auf dem hin und wie­der noch ein Schnee­bro­cken ba­lan­ciert um nicht von der Kante zu fal­len. mehr…

HERZOG - ans Volk -

GELB

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Gelb. Also mit dem, das man sieht und mit dem, in das man bes­ser nicht gu­cken soll­te oder mit dem, das man bes­ser nicht über­se­hen soll­te. Aber der Reihe nach. Gelb ist als die­je­ni­ge Farbe de­fi­niert, die wahr­ge­nom­men wird, wenn Licht mit einer spek­tra­len Ver­tei­lung ins Auge fällt, bei der Wel­len­län­gen zwi­schen 565 und 575 Na­no­me­ter do­mi­nie­ren. Hält man sich vor Augen und Netz­häu­te, dass diese Länge ge­ra­de mal knapp ein hal­ber Tau­sends­tel­mil­li­me­ter ist, ist umso be­ein­dru­cken­der, dass es da­zwi­schen Un­men­gen von Gelbs gibt: mehr…

HERZOG - Vereine -

TANZSPORT IN DEN FARBEN DER STADT

herzog_webTSC Schwarz­gelb Jü­lich

 

Vor mitt­ler­wei­le fast 16 Jah­ren, ge­nau­er ge­sagt am Mitt­woch, den 2. Juli 2001, tra­fen sich acht Män­ner und Frau­en in der Gast­stät­te „Alte Post“ in Jü­lich, um einen Ve­rein zu grün­den, in dem ihre Kin­der ihren heiß ge­lieb­ten Tanz­sport aus­üben konn­ten.

Schnell hatte man sich auf einen Namen ge­ei­nigt. Der neue Ve­rein soll­te „TanzS­por­tClub Schwarz-Gelb Jü­lich“ hei­ßen. Die Far­ben Schwarz und Gelb ent­stam­men dem Jü­li­cher Stadt­wap­pen, das – selbst­ver­ständ­lich mit Zu­stim­mung der Stadt Jü­lich – auch Be­stand­teil des Ver­eins­lo­gos wurde.  mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

DAS HUNGERJAHR 1816/1817

herzog_gechichten_april_2017_abb_webEin elen­der Som­mer und seine Fol­gen

 

Vor 200 Jah­ren herrsch­te im Jü­li­cher Land – und nicht nur dort – eine be­droh­li­che Le­bens­mit­tel­knapp­heit.  1816 war der Som­mer aus­ge­fal­len, so­dass die Ern­teer­trä­ge äu­ßerst ge­ring ge­we­sen waren. Der Jü­li­cher Pri­vat­leh­rer Jo­hann Krantz hielt in sei­nem Ta­ge­buch für das Jahr 1817 fest: „Ach in un­se­rer Ge­gend war die Not groß, al­lein, die­sel­be ent­stand nicht so­wohl aus wirk­li­chem Man­gel an Frucht­vor­rat als viel­mehr durch die teuf­li­chen Knif­fe der Korn­wu­che­rer, die allen Korn­vor­rat auf­spei­cher­ten und hart­her­zig zu­se­hen konn­ten, dass der är­me­re Ne­ben­mensch mit Weib und Kin­der am Hun­ger­tuch nagte.“ mehr…

HERZOG - Titelstorys -

POLE POLE, PICKEL, TOR

polepole

Von der Nähe von Glück und Un­glück

 

Milan tau­melt mehr recht als schlecht die letz­ten 150 Meter bis zur 4703 Meter hoch ge­le­ge­nen Kibo-Hütte, völ­lig er­schöpft von die­sem schier end­lo­sen Marsch über den Sat­tel des Ki­li­man­jaro. Fre­de­rick, sein Guide, bringt ihm einen lau­war­men Tee, be­glei­tet mit sei­ner tan­sa­ni­schen Weis­heit: „Trin­ken, viel trin­ken und `pole pole´ (lang­sam, lang­sam) brin­gen dich si­cher auf den Berg und wie­der run­ter.“ Milan kann sich in die­sem Mo­ment nicht vor­stel­len, in rund sechs Stun­den den sie­ben­stün­di­gen Gip­fe­lauf­stieg in An­griff zu neh­men. Er denkt an Zoë, sie will in Jü­lich fei­ern, für ihn ein Grund zur Flucht. Er trinkt sei­nen Tee aus und kriecht zu einer der letz­ten Prit­schen in der Hütte. Rechts und links hört er leise Stim­men, Stöh­nen und immer wie­der ein lei­ses Knacken. Er fragt sich, was das sein könn­te und dann sieht er es: Aspi­rin, das aus den Blis­tern ge­löst und in rauen Men­gen ein­ge­wor­fen wird. mehr…