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Wo Fach­wis­sen zählt:

 

Ge­baut wird immer. In Jü­lich seit 85 Jah­ren oft mit Hilfe und Fach­wis­sen des Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens Kurtz – heute steht „Bau­en und Leben“ im Fir­men­na­men. Der HERZOG hat An­dre­as Kurtz zur His­to­rie und Zu­kunft des Bau­stoff­han­dels be­fragt.

 

Her­zog: Was war denn wann der Im­puls zur Grün­dung eines Bau­stoff­han­dels in Jü­lich?

An­dre­as Kurtz: Unser Groß­va­ter hat das Un­ter­neh­men 1932 ge­grün­det. Er war ei­gent­lich Stell­ma­cher von Beruf und hat er­kannt, dass in Jü­lich und Um­ge­bung ein Be­darf für einen Bau­stoff­han­del be­steht.

 

Her­zog: „Bau­en und Leben“ bzw. der Bau­stoff­han­del Kurtz war und ist ja ein Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, wie groß ist die Fa­mi­lie mitt­ler­wei­le und was ma­chen die Mit­glie­der außer mit Bau­stof­fen han­deln?

An­dre­as Kurtz: Das ist so nicht mehr ganz
rich­tig, da die Fa­mi­lie ent­schie­den hat, „Bau­en+Le­ben“-Kol­le­gen als Ge­sell­schaf­ter zu ge­win­nen, um die Ver­la­ge­rung von der Ell­bach­stra­ße zum von-Schö­fer-Ring zu rea­li­sie­ren. Mit die­sem mo­der­nen neuen Bau­fach­han­del soll die Zu­kunft des Un­ter­neh­mens ge­si­chert wer­den. In der neuen Ge­sell­schaft bin nur ich aus der Fa­mi­lie wei­ter­hin ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter.

 

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Her­zog: Was sind die meist­ver­kauf­ten Bau­stoff­ar­ti­kel? Ta­pe­ten, Far­ben, Flie­sen, Ri­gips­plat­ten?

An­dre­as Kurtz: Un­se­re Sor­ti­ments­schwer­punk­te sind der Roh­bau, Putz-Tro­cken­bau, der In­nen­aus­bau und Holz. Ent­spre­chend sind Ar­ti­kel aus die­sen Be­rei­chen die meist­ver­kauf­ten Bau­stoff­ar­ti­kel.

 

Her­zog: Was war denn die un­ge­wöhn­lichs­te Be­stel­lung?

An­dre­as Kurtz: Ein Kunde von uns woll­te sein Fe­ri­en­haus in Por­tu­gal re­no­vie­ren. Und so sind Bau­stof­fe von Kurtz dann im war­men Süden ver­baut wor­den.

 

Her­zog: Wie viele ver­schie­de­ne Ar­ti­kel gibt es zu kau­fen? Was ist der kleins­te, was der größ­te?

An­dre­as Kurtz: Wir be­vor­ra­ten über 10.000 Ar­ti­kel von der kleins­ten Schrau­be bis zum schwe­ren Leim­bin­der.

 

Her­zog: Jedes Jahr­zehnt hat seine bau­li­chen Mo­de­er­schei­nun­gen, wel­che sind die ak­tu­el­len?

An­dre­as Kurtz: Ein in­ter­essan­ter Trend ist das so ge­nann­te Smart-Haus, in dem die heu­ti­ge Tech­nik hel­fen soll, das Leben an­ge­neh­mer zu ge­stal­ten. Eine wei­te­re Mo­de­er­schei­nung sind zum Bei­spiel die immer grö­ßer wer­den­den Flie­sen­for­ma­te, was frü­her 15 x 15 Zen­ti­me­ter war, ist heute 50 x 100 Zen­ti­me­ter.

 

Her­zog: Wie lange hat der am längs­ten für Sie tä­ti­ge Mit­ar­bei­ter bei Ihnen ge­ar­bei­tet? Wird Nach­wuchs aus­ge­bil­det?

An­dre­as Kurtz: Wir haben eine gute Mi­schung aus Er­fah­rung und „jun­gem“ Elan, so sind ei­ni­ge Mit­ar­bei­ter mehr als 30 und auch über 40 Jahre im Un­ter­neh­men. Die „Bau­en+Le­ben“-Grup­pe hat ein sehr at­trak­ti­ves Aus­bil­dungs­sys­tem und so kön­nen wir immer wie­der Aus­zu­bil­den­de für uns ge­win­nen. Zur  Zeit bil­den wir neun junge Men­schen in un­se­ren drei Stand­orten Jü­lich, Inden und Düren aus.

 

Her­zog: Kom­men Kun­den nur aus Jü­lich oder gibt es Stamm­kun­den auch von wei­ter weg?

An­dre­as Kurtz: Unser Haupt­lie­fer­ge­biet ist in einem Ra­di­us von etwa 50 Ki­lo­me­tern um die drei Stand­orte de­fi­niert.  Daher haben wir neben den vie­len Kun­den aus der Jü­li­cher Re­gi­on auch Kun­den aus der Aa­che­ner, Köl­ner und der Ei­fel­re­gi­on.

 

Her­zog: Was un­ter­schei­det Ihr Un­ter­neh­men von großen Baumärk­ten?

An­dre­as Kurtz: Wir legen viel Wert auf gute, fach­fun­dier­te Be­ra­tung und schu­len des­we­gen un­se­re Mit­ar­bei­ter stän­dig. Auch hier bie­tet uns die „Bau­en+Le­ben“-Grup­pe ein her­vor­ra­gen­des Schu­lungs­pro­gramm. Auch ach­ten wir auf einen  hohen Qua­li­täts­stan­dard bei un­se­ren Pro­duk­ten. Unser Aus­lie­fe­rungs­ser­vice mit Spe­zi­al­krä­nen ist si­cher­lich auch ein wich­ti­ges Un­ter­schei­dungs­merk­mal.

  Das Ge­spräch führ­te Gisa Stein