AGB 09/2007

 

Kunst­ver­ein & In­te­gra­ti­ons­rat

 

An­ge­regt durch die Part­ner­in­itia­ti­ve des Lan­des NRW „Viel­falt ver­bin­det. In­ter­kul­tu­rel­le Öff­nung als Er­folgs­fak­tor“, der sich die Stadt Jü­lich im Ok­to­ber 2016 an­schloss, haben der Kunst­ver­ein Jü­lich und der In­te­gra­ti­ons­rat der Stadt ge­mein­sam die Idee ent­wi­ckelt, Künst­lern mit Mi­gra­ti­ons­er­fah­rung eine Platt­form zu bie­ten. Ziel ist die Teil­ha­be die­ses Po­ten­ti­als an der Ge­stal­tung der Jü­li­cher Kunst­sze­ne.

 

In den fol­gen­den Mo­na­ten wur­den durch eine Aus­schrei­bung bil­den­de Künst­ler an­ge­spro­chen, die ent­we­der in Kon­takt mit den hier an­säs­si­gen Kul­tur­ver­ei­nen sind, in Jü­lich woh­nen oder hier ar­bei­ten und sel­ber Er­fah­run­gen mit Zu­wan­de­rung mach­ten. Im Fokus soll­te der Wunsch ste­hen, ge­mein­sam un­ter­schied­li­che Aspek­te des VERBINDENS in den Wer­ken zu zei­gen.

 

Sechs Künst­le­rin­nen und Künst­ler wur­den für die Aus­s­tel­lung aus­ge­wählt:

Bar­ba­ra Ko­bertz wurde in Polen ge­bo­ren, sie lebt seit 2008 in Jü­lich. Die Archi­tek­tin und Kunst­de­si­gne­rin zeigt aus ihrem Re­per­toire ar­chi­tek­to­ni­sche Zeich­nun­gen von Bau­wer­ken ihrer Hei­mat und stellt diese einer Fo­to­se­rie ge­gen­über, die sie in Jü­lich mach­te.

 

Su­lai­man Kolos, 1973 in Sy­ri­en ge­bo­ren, wid­met sich in sei­nen Ar­bei­ten dem Thema Kon­takt. Dabei steht der mensch­li­che Kör­per im Vor­der­grund und die Frage nach der ei­ge­nen Iden­ti­tät. Da es ihm sel­ber bis­her nicht ge­lun­gen ist, das Land zu ver­las­sen, wird ihn sein Freund Alan Kardo, der die Bil­der an sich neh­men konn­te und in Jü­lich lebt, ver­tre­ten.

 

Olga Pe­ters, ge­bo­ren 1989 in Ka­sachs­tan, ver­brach­te ihre Kind­heit in Jü­lich. Sie ar­bei­tet in Acryl auf Lein­wand,  zeigt Hände und Füße, durch die sich Bän­der wi­ckeln. In ihrer Ges­tik und Far­big­keit lässt die aus­ge­bil­de­te Me­di­en­de­si­gne­rin auf viel­fäl­ti­ge Ver­bin­dun­gen schlie­ßen.

 

Lan Shao, 1978 in Zhengz­hou, VR China ge­bo­ren, war zu­letzt Kunst­leh­re­rin am Ji­ang­xi In­sti­tut für Mode-Tech­no­lo­gie bevor sie 2009 nach Deutsch­land kam. Durch Kon­takt zum chi­ne­si­schen Kul­tur­ver­ein er­fuhr sie von der Aus­s­tel­lung in Jü­lich. Ihre be­mal­ten Skulp­tu­ren the­ma­ti­sie­ren die Mut­ter-Kind Ver­bin­dung.

 

Tat­suo Shoji, 1949 ge­bo­ren,  kommt aus Japan nach Jü­lich. Hier ar­bei­tet er am For­schungs­zen­trum. Als Künst­ler konn­te er sich in sei­ner Hei­mat einen Namen ma­chen. Mit­tels Kera­mik­pul­ver und Far­bla­su­ren er­rei­chen seine Bil­der eine Ober­flä­che, die in die Tie­fen des asia­ti­schen Geis­tes führt. My­riam Woisch­nik de Buck wurde 1945 in Bel­gi­en ge­bo­ren, sie lebt seit 1972 in Jü­lich und be­schäf­tigt sich als Au­to­di­dak­tin mit Fo­to­gra­fie. Aus­ge­wählt wur­den Fotos, die die Genüs­se ihres Hei­mat­lan­des zei­gen, Pra­li­nen, Bier, Frit­ten, ge­räu­cher­ter Schin­ken. Bli­cke durch Schau­fens­ter las­sen die Sehn­sucht nach

Die mu­si­ka­li­sche Rah­mung der Ver­nis­sa­ge über­nimmt der Hu­lu­si-Chor mit tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Flö­ten und Herr Ta­hi­ri, der mit sei­ner Man­do­li­ne auf­spielt. Für das leib­li­che Wohl sorgt Frau Souad Ker­rou­mi.

 

Aus­s­tel­lung 08|09 – 01|10

Kunst­ver­ein Jü­lich & In­te­gra­ti­ons­rat der Stadt Jü­lich | He­xen­turm Jü­lich | Ver­nis­sa­ge: Fr 08|09 | 19:30 Uhr | Öff­nungs­zei­ten: Sa und So 11-17 Uhr | www.kunst­ver­ein-jue­lich.de