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Fo­to­aus­stel­lung von Steve Zhao

 

Der süd­li­che Ar­ka­den­gang im Schloss­kel­ler des Mu­se­ums Zi­ta­del­le Jü­lich wird vom 30.07. bis zum 01.11.2017 zur kul­tu­rel­len Be­geg­nungs­stät­te zwi­schen China und Deutsch­land. Eine De­le­ga­ti­on aus der chi­ne­si­schen Part­ner­stadt Tai­cang  er­öff­net am Sonn­tag, den 30. Juli, um 10 Uhr die Fo­to­aus­stel­lung des welt­weit be­kann­ten chi­ne­si­schen Fo­to­gra­fen Steve Zhao. Er ist der ein­zi­ge Ver­tre­ter aus Asien im ex­klu­si­ven Club „Ni­kon Grand Total Top Ten Glo­bal Pho­to­gra­phers“.

 

Auf­ge­wach­sen in einer klei­nen Stadt in der Pro­vinz Ji­angsu, ar­bei­te­te Zhao zu­nächst als Phy­sik­leh­rer an der Nanjing Nor­mal Uni­ver­si­ty. Seine künst­le­ri­sche Lauf­bahn be­gann in New York im Be­reich der Ob­jekt­fo­to­gra­fie, aber sein be­son­de­res In­ter­es­se gilt den Men­schen und sei­ner Hei­mat China, in die er 1994 zu­rück­kehr­te. Dort be­grün­de­te er sei­nen in­ter­na­tio­na­len Ruhm durch seine Fotos für „Chi­na Story“, ein Buch – mehr noch ein Pro­jekt, das unser Bild vom heu­ti­gen China form­te. Seine Fotos von China wur­den in über 38 Län­dern aus­ge­stellt, dar­un­ter die Ve­rei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Aus­tra­li­en, Russ­land und Japan.  Er be­trach­tet sich als Chro­nist des dy­na­mi­schen Auf­bruchs sei­nes Lan­des, ohne die Tra­di­tio­nen einer über Jahr­tau­sen­den wäh­ren­den Kul­tur zu ver­ges­sen. In sei­nen Fotos ma­ni­fes­tiert sich nicht nur die Schön­heit der Land­schaft oder der his­to­ri­schen Ge­bäu­de Chinas, viel­mehr strah­len sie auch den Glau­ben an eine be­deu­ten­de Rolle Chinas in der Zu­kunft aus. Er möch­te den Men­schen in Eu­ro­pa durch die Ab­bil­dung des all­täg­li­chen Le­bens ein breit­ge­fä­cher­tes Bild der Bür­ger sei­nes Lan­des nahe brin­gen. Seine Fotos brau­chen keine Bild­un­ter­schrif­ten, sie er­öff­nen ihre ei­ge­ne Bot­schaft un­mit­tel­bar dem Be­trach­ter.

 

Zhaos neues­tes 60 Fo­to­gra­fi­en um­fas­sen­des Fo­to­pro­jekt wid­met sich dem kul­tu­rel­len Dia­log zwi­schen China und Deutsch­land in drei auf­ein­an­der be­zo­ge­nen Ab­schnit­ten; der Ge­gen­über­stel­lung von China und Deutsch­land, einem Stadt­por­trät von Tai­cang und der Dar­stel­lung der in Tai­cang le­ben­den Deut­schen. Zhaos Werk setzt auf die Neu­gier aller Men­schen, das Un­be­kann­te zu ent­de­cken und in einen Dia­log ein­zu­tre­ten. Eine Heran­ge­hens­wei­se, die er mit dem chi­ne­sisch-deut­schen Künst­ler Ren Rong teilt, des­sen Aus­s­tel­lung das Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich in die­sem Som­mer zeigt. In sei­nem „Dia­log der Welt­kul­tu­ren“ ar­ran­gier­te Ren Rong 32 groß­flä­chi­ge Me­talls­te­len im Schloss­gar­ten und im Aus­s­tel­lungs­be­reich der Zi­ta­del­le. Das Haupt­the­ma sind dabei seine Pflan­zen­menschen, ein har­mo­ni­sches Zu­sam­men­le­ben von Men­schen, Pflan­zen, Tie­ren und Sym­bo­len aus vie­len Kul­tu­ren. Beide Künst­ler wir­ken so auf ihre ei­ge­ne be­son­de­re Weise als Kul­tur­bot­schaf­ter ihres Lan­des und leis­ten ihren Bei­trag zum schon 45 Jahre alten di­plo­ma­ti­schen Band zwi­schen China und Deutsch­land.

 

Ver­nis­sa­ge S0 30|07

Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich | Schloss­kel­ler Jü­lich |

10:00 Uhr | Aus­s­tel­lungs­dau­er: 30|07 – 01|11

Bern­hard Daut­zen­berg