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HERZOG - Titelstorys -

POLE POLE, PICKEL, TOR

polepole

Von der Nähe von Glück und Un­glück

 

Milan tau­melt mehr recht als schlecht die letz­ten 150 Meter bis zur 4703 Meter hoch ge­le­ge­nen Kibo-Hütte, völ­lig er­schöpft von die­sem schier end­lo­sen Marsch über den Sat­tel des Ki­li­man­jaro. Fre­de­rick, sein Guide, bringt ihm einen lau­war­men Tee, be­glei­tet mit sei­ner tan­sa­ni­schen Weis­heit: „Trin­ken, viel trin­ken und `pole pole´ (lang­sam, lang­sam) brin­gen dich si­cher auf den Berg und wie­der run­ter.“ Milan kann sich in die­sem Mo­ment nicht vor­stel­len, in rund sechs Stun­den den sie­ben­stün­di­gen Gip­fe­lauf­stieg in An­griff zu neh­men. Er denkt an Zoë, sie will in Jü­lich fei­ern, für ihn ein Grund zur Flucht. Er trinkt sei­nen Tee aus und kriecht zu einer der letz­ten Prit­schen in der Hütte. Rechts und links hört er leise Stim­men, Stöh­nen und immer wie­der ein lei­ses Knacken. Er fragt sich, was das sein könn­te und dann sieht er es: Aspi­rin, das aus den Blis­tern ge­löst und in rauen Men­gen ein­ge­wor­fen wird. mehr…

HERZOG - Titelstorys -

VON JECKEN UND NARREN

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eine Reise durchs Bü­cher­re­gal

 

An Je­cken, Nar­ren und Toren be­steht zur Zeit kein Man­gel. Die Je­cken und Nar­ren kennt man aus dem Kar­ne­val, die nicht or­gan­sier­ten
kar­ne­val fei­ern­den Men­schen. Sie ma­chen es nur an Kar­ne­val. Aber es gibt auch Nar­ren, die auch au­ßer­halb der 5. Jah­res­zeit aktiv sind. Es gibt den Clown, der an­de­re zum La­chen bringt; den Spaß­ma­cher, der nur un­ter­hal­ten will; die Vie­len, die sich zu Nar­ren ma­chen las­sen. Es gibt den Nar­ren, den man für tö­richt hält, weil er die Narr­heit sei­ner Um­welt de­mas­kiert und den Men­schen einen Spie­gel prä­sen­tiert. Es gibt den Be­klopp­ten, den man als Nar­ren be­schimpft, weil er Ge­dan­ken denkt, zu denen seine Zeit­ge­nos­sen viel­leicht nicht fähig sind. Zeit für eine när­risch-li­te­ra­ri­sche Zeit­rei­se. mehr…

HERZOG - Titelstorys -

ALLES (AUF DIE) 17…

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Gisa: Na Cor­nel, end­lich unser Jahr, was?

Cor­nel: Ja, es wim­melt nur so vor lau­ter 17 von Ja­nu­ar bis De­zem­ber. Ich habe den Ver­an­stal­tungs­ka­len­der vor Augen und freue mich über jeden Ein­trag, sowie über die vie­len Fotos mit der 17, die wir uns seit Jah­ren ge­gen­sei­tig schi­cken.  In die­sem Jahr wer­den es be­stimmt noch ein paar mehr.

Gisa: Also so Glück­zah­len hat ja ei­gent­lich fast jeder Mensch, wir beide tei­len uns fried­lich die 17. Bei mir hat es in der frü­he­s­tens Ju­gend an­ge­fan­gen. An einem 17. hat meine ers­ter Freund auf der Schul­weih­nachts­fei­er zu „Shi­ne on you crazy dia­mond Part II“ ge­fühl­te 17 Mi­nu­ten lang ein­sam auf der Tanz­flä­che den Klam­mer­blues mit mir ge­stan­den. mehr…

HERZOG - Titelstorys -

GELEGENHEIT MACHT LIEBE

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Oder hei­ter wei­ter…

 

Milan stand auf. Das wars. Nach einer 20-Stun­den-Schicht und der so­eben er­hal­te­nen Kün­di­gung ver­ließ er das Büro des Kon­zert­ver­an­stal­ters Be­cker. Weih­nach­ten stand vor der Tür und er vor dem Nichts. Die Sonne ging auf und er fuhr mit sei­nem 27 Jahre alten Ford Gra­na­da zum Café Kuba. Zoë hatte heute Früh­schicht und brach­te ihm, den neuen Song von Lisa Bas­sen­ge auf den Lip­pen, einen dop­pel­ten Cappuc­ci­no. mehr…

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BIKINI, SCHLIPS UND SOCKEN

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Weih­nacht­sein­kaufs­ma­ra­thon 2016

 

An­fang Sep­tem­ber, die Sonne brennt vom Him­mel, Jü­lichs Frei­bad platzt aus allen Näh­ten und in den Su­per­markt­re­ga­len sta­peln sich
Spe­ku­la­ti­us, Do­mi­no­stei­ne und Zimt­ster­ne. Wäh­rend sich der ge­mei­ne Son­nen­an­be­ter al­len­falls einen neuen Bi­ki­ni re­spek­ti­ve eine Ba­de­ho­se oder ein Fläsch­chen Son­nen­milch gönnt, weiß der er­fah­re­ne Weih­nacht­sein­käu­fer spä­tes­tens jetzt, dass die größ­te Her­aus­for­de­rung des Jah­res vor der Tür steht: der Ge­schen­ke­ma­ra­thon durch die Ge­schäf­te sämt­li­cher er­reich­ba­rer In­nen­städ­te zwi­schen Aa­chen und Düs­sel­dorf.  mehr…

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KULTUR AUF DIE SCHIENE GEBRACHT

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20 Jahre Kuba, die „Chefs“ er­in­nern sich…

 

Der Jü­li­cher Kul­tur­bahn­hof wird 20 Jahre alt: zwei Jahr­zehn­te, zwei Köpfe, etwas mehr als zwei Fra­gen…

Ok­to­ber 1996, in Jü­lich geht ein Pro­jekt an den Start. Aus dem ehe­ma­li­gen Bahn­hofs­ge­bäu­de wird eine Kul­tur­stät­te. Chri­stoph Kle­mens und Cor­nel Cre­mer haben seit­dem als Ge­schäfts­füh­rer die Wei­chen ge­stellt. mehr…

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ICH WILL DOCH NUR SPIELEN

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Brett­spie­le

 

Warum spielt der Mensch? Die Grün­de sind sehr viel­fäl­tig. Spie­le­risch das stra­te­gi­sche Den­ken oder die Ge­schick­lich­keit zu för­dern, das Glück auf seine Seite zu zie­hen, den an­de­ren zu be­sie­gen, zum Zeit­ver­treib oder zur Un­ter­hal­tung in der Ge­sell­schaft.

Spie­len ge­hört zum Men­schen und ist ver­mut­lich eine der äl­tes­ten Kul­tur­tech­ni­ken. Das erste Spiel­brett wurde im Boden oder Sand skiz­ziert und mit Na­tur­ma­te­ria­len be­stückt. Lange bevor der homo sa­pi­ens spre­chen, lesen und schrei­ben konn­te, ent­wi­ckel­te er sich zum homo lu­dens, zum spie­len­den Men­schen. mehr…