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HERZOG - Kunst&Design -

Wettern

KunstDesign_28_23032014Alle reden vom Wet­ter – wir nicht,

 

so lau­te­te ein­mal der Slo­gan auf einem Pla­kat der DB, das auf leuch­tend rotem Grund das Foto des neuen, unter den elek­tri­schen Ober­lei­tun­gen heran sau­sen­den Per­so­nen­zugs zeig­te. Die 68er Stu­den­ten­be­we­gung hat dann das Pla­kat für sich ver­ein­nahmt und den Schnell­zug durch die Pro­fi­le von Marx, En­gels und Lenin er­setzt. Das Rot und der Slo­gan blie­ben…

Das ist heute längst Ge­schich­te. Die DB redet bei aus­fal­len­den Kli­ma­an­la­gen und ver­eis­ten Bahn­glei­sen recht häu­fig vom Wet­ter und Marx, En­gels, wer bitte war das noch gleich…?

Die The­men wech­seln, das Wet­ter bleibt. Das Wet­ter ist be­kannt­lich das Um­gangsthe­ma schlecht­hin, erst recht, wenn man jen­seits des 50. Brei­ten­gra­des lebt und sich das halbe Jahr unter die Wol­ken zu du­cken hat.

Un­se­re west­go­ti­schen Alt­vor­de­ren fa­ckel­ten da nicht lange und ver­schaff­ten sich mit der Dop­pelaxt einen Platz an der Sonne: An­da­lu­si­en, Aqui­ta­ni­en, da kön­nen wir nur von träu­men. Und selbst wer als Au­ser­wähl­ter dort 4 Wo­chen Ur­laub ma­chen kann, es blei­ben fünf Re­gen­mo­na­te. mehr…

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Erfüllungsgehilfe und Sündenbock

KunstDesign_27_23022014Bar­bie, Fran­ken­stein und La­za­rus

 

Stel­la und Ras­mus lie­gen in der Kiste, die Zügel von Stel­la hän­gen her­aus und die Krup­pe von Ras­mus bleibt von nun an un­ge­bürs­tet. Das Töch­ter­chen der Freun­de ist ge­ra­de sechs ge­wor­den und sie darf jetzt zum Lon­gie­ren auf den Pfer­de­hof. Wo immer sie ein Pferd sieht, brei­tet sie die Arme aus und stürmt dar­auf zu. Ein schö­ner An­blick, wie da etwas zur Ent­fal­tung kommt an­statt sich zu ver­pup­pen. mehr…

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Kunstverliebt

KunstDesign_26_23012014Ver­liebt. Ein Thema, wie für diese Sei­ten ge­schaf­fen, denn Venus ist die Göt­tin der Liebe – und der Kunst.

Zwei wir­beln­de Sei­fen­bla­sen, die im bun­ten Schil­lern, zei­gen vor allem eines: die Pro­jek­ti­on ei­ge­ner Wün­sche. Schon die An­fän­ge der Kunst, die Hir­sche und Mam­mu­te an Höh­len­wän­den, sind die Pro­jek­tio­nen des lee­ren Ma­gens. All you can eat hat dem ein Ende ge­setzt, Zen­tral­hei­zun­gen er­wär­men uns das üppig ge­wor­de­ne Fleisch, nur die Liebe und mit ihr das Ver­lie­ben blei­ben uns als das ewig Un­er­füll­te in Bild, Text und Ge­sang er­hal­ten. mehr…

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Picasso

Blau vor Kälte?

KunstDesign_25_23122013

Eine blaue Pe­ri­ode, die über die kalte Jah­res­zeit hin­aus Be­stand hat und die vor­herr­schen­de mo­no­chro­me Far­big­keit in den Vor­der­grund stellt.
Der Win­ter 1901 muss be­son­ders kalt ge­we­sen sein. Die Ate­liers im Ba­teau La­voir in Paris waren zugig, die Fens­ter morsch und un­dicht und Dop­pel­ver­gla­sung war nicht üb­lich. Pi­cas­so wird also wie alle üb­ri­gen Be­woh­ner auch ge­fro­ren haben. Dass er aber Tau­sen­de von sei­nen Zeich­nun­gen ver­brannt hätte, um sei­nen Raum im Ate­lier­haus ein wenig an­zu­wär­men, das be­zwei­fel­te schon sein Dich­ter­freund Jaime Sa­b­ar­tes.

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Das Basta und der Bluff

Wir trin­ken auf die guten Vor­sät­ze.

KunstDesign_24_23112013

Basta. Genug jetzt. Das be­rühm­te Macht­wort spre­chen und sei­nen Stand­punkt deut­lich ma­chen. Aber jeder Stand­punkt braucht auch eine Reich­wei­te und wenn die nicht hin­reicht, wenn das Macht­wort weder Wort mäch­tig noch ein Wort der Macht ist, dann werde ich den Stand­punkt ir­gend­wann kor­ri­gie­ren müs­sen. Mehr oder we­ni­ger öf­fent­lich, denn mit dem Basta bin ich aus mei­ner De­ckung ge­gan­gen… mehr…

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Wer Kunst macht, muss konsequent sein

El­vi­ra Bach

KunstDesign2a_23_23102013

Die Un­ver­wech­sel­bar­keit ihrer (Frau­en)Bil­der hat El­vi­ra Bach zu einer Ikone der deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Kunst­sze­ne wer­den las­sen. Am 22. Juni 1951 wurde die be­kann­tes­te Ma­le­rin Deutsch­lands im Tau­nus ge­bo­ren, in Neu­en­hain, zur Zeit der Erd­bee­rern­te, in allem was sie tat und fühl­te eng ver­bun­den mit ihrer Zwil­lings­schwes­ter In­grid. mehr…

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Vom Trost im Trüben

Halte Kurs im tiefs­ten Nebel

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Ne­ger­schlacht im Tun­nel nann­te der Münch­ner Ko­mi­ker Carl Va­len­tin ein Recht­eck, das er aus schwar­zer Pappe schnitt und dann als Bild ge­rahmt in eine Aus­s­tel­lung häng­te. Damit mach­te er einen Scherz, aber auch die Gren­zen bild­ne­ri­scher Dar­stel­lung deut­lich: Dunkles im Dun­keln geht nicht. Eben­so wenig geht das in­ein­an­der Wa­bern von wei­ßen Schwa­den win­zig klei­ner Was­ser­tröpf­chen, das sich zwi­schen uns und die Welt stellt, der Nebel. mehr…