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HERZOG - Kunst&Design -

Am Anfang war das Spektrum

c-19-katalog entflammbar komprauf und ab – Schich­ten und Licht

 

Vi­su­el­le Kunst­for­men be­nö­ti­gen Licht und wie bei jeder Ge­bun­den­heit ent­steht dabei ein Ver­hält­nis, dem man sich öff­nen oder ver­schlie­ßen kann. Öff­net man sich, dann ent­steht ein ge­mein­sa­mer Weg. mehr…

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Wahlgesänge und Walhalla

bild_wahlgesaengeund der Wal­fisch, der hat Zäh­ne…

 

Es ist rie­sig, es steigt an die Ober­flä­che und wenn wir es be­sie­gen wol­len, dann wer­den wir hin­ab­ge­zo­gen. So in etwa ließe sich die me­ta­phy­si­sche Qu­er­sum­me von Mel­vil­les Roman „Moby Dick“ und dem Kampf Ka­pi­tän Ahabs mit dem wei­ßen Wal lesen. Mel­ville, der selbst wie­der­holt von Schif­fen de­ser­tier­te, ins Ge­fäng­nis kam, floh, an­heu­er­te, wie­der de­ser­tier­te und des­sen beide Söhne sich das Leben nah­men, wuss­te aus ei­ge­ner Er­fah­rung von Tie­fen und Un­tie­fen, von Sche­men und  Schat­ten. Über­haupt lag etwas in der Luft und wie auf einen Wink er­schie­nen mit E.T.A. Hoff­mann oder E.A. Poe wei­te­re ob­sku­re Ele­men­te, die Psy­cho­lo­gie be­kommt einen ers­ten Lehr­stuhl. Im Roman wie in der Epo­che bohrt sich eine Ver­ti­ka­le des nicht Ra­tio­na­len in die ge­ra­de ge­won­ne­ne Weite auf­ge­klär­ter Ho­ri­zon­te. Aber warum ist der Wal dann weiß?  mehr…

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Alles Klar, Herr Kommissar?

Film­riss und Le­gen­den­bil­dung 

 

Die Schub­la­de fällt her­aus. Auf dem Fuß­bo­den ein ro­sa­far­be­nes Band, eine Feder vom Ei­chel­hä­her, aus­län­di­sche Mün­zen, eine Abriss­kar­te usw. Die Knopf­kis­te des Ge­we­se­nen, im Vor­über­ge­hen ge­lebt, ge­sam­melt, ab­ge­legt und ver­ges­sen.  Wenn dann mal die Schub­la­de her­aus­fällt und sich das über den Boden ver­teilt, ver­sucht man das wie­der zu einem Bild zu fügen und sich zu er­in­nern. „Es war ein­mal…“, so fan­gen alle Mär­chen an.

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Der große Apfel

IMG_2308Der Mensch kommt aus dem Juli

 

 

Du zi­geu­nerst hier wie­der rum, als wenn das Leben Som­mer wäre, pfleg­te meine Tante Ger­trud das kind­li­che He­rum­bum­meln zu kom­men­tie­ren und pflanz­te damit mei­nem Gemüt den Wi­der­streit zwi­schen Hell und Dun­kel ein, zwi­schen Ge­schenk und Ver­dienst, Glück und Leis­tung und ein ers­tes, ers­tes Ahnen von die­sen bis­lang bei allen phi­lo­so­phi­schen Schu­len un­ge­klär­ten Fra­gen. Glück ist keine Leis­tung, eher das Ge­gen­teil, etwas Ge­schenk­tes. Vi­el­leicht auch ein Ta­lent, eine Be­ga­bung, die dann ver­lo­ren geht. Kin­der haben sie für ge­wöhn­lich, eine Wiese, ein Bach, ein Tier  –  Glück. So hat auch schon die Kind­heit un­se­rer Gat­tung an den Wen­de­krei­sen ge­stan­den, auf den Brei­ten des ewi­gen Julis. mehr…

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Weibsbilder

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Fräu­lein Schick und der Boden unter den Füßen

 

Schick, diese end­lo­sen Beine auf dem Bar­ho­cker unter dem schrä­gem Zy­lin­der, schick, der Pla­tin- Wu­schel­kopf im Frot­tee-Mor­gen­man­tel, die ge­zu­cker­ten Kuss­münd­chen wer­fend, schick die über mit Rei­fen be­häng­ten Arme im ro­sa­far­be­nen Bus­tier, am Heiß­luft­ge­blä­se der öf­fent­li­chen Du­sche die ra­sier­ten Ach­sel­höh­len trock­nend. Schick mit einer Prise Vul­gä­rem. Mar­le­ne, Ma­ry­lin, Ma­don­na, Sta­tio­nen einer Reise von nicht ein­mal hun­dert Jah­ren. Das erste Bild ist eine Ikone, der blaue Engel, auch Ma­ry­lin kennt man, das letz­te Bild ist schon eher etwas für Spe­zia­lis­ten und eben keine Ma­don­na. Sie nennt sich nur so. mehr…

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Seltsame Vögel

Wat den Eenen sin Uhl, is dem An­nern sin Nach­ti­gall

 

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Der Mai ist ge­kom­men, alle Vögel sind schon da, komm´ lie­ber Mai und mache, nicht nur die Vögel sin­gen. Auch uns Men­schen läuft das Herz über es den Vö­geln gleich­zu­tun, zu bal­zen und ein Nest zu bauen oder wie Ei­chen­dorffs „Tau­ge­nichts“ ins Blaue re­spek­ti­ve Grüne auf­zu­bre­chen. Frau Kuckuck legt ihr Ei gleich in frem­de Nes­ter, Paar­bin­dung un­be­kannt, diese Vögel schät­zen die Pro­mis­kui­tät und ich frage mich ernst­haft, ob die Kuckucks­uhr als Le­gi­ti­ma­ti­on sol­cher Exis­ten­zen wohl aus­reicht? Es gibt schon selt­sa­me Vögel. mehr…

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Ein Tsunami im Museum

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oder der Bart­wuchs der Mona Lisa

 

Die Mo­der­ne in der bil­den­den Kunst be­ginnt mit einem Scherz, für man­che ein schlech­ter: Mar­cel Duchamp nimmt ein por­zel­la­nes Pin­kel­be­cken, si­gniert es links unten mit ex­pres­siv trop­fen­der Farbe und dem Pseud­onym „R. Mutt, 1917“ und setzt es als Skulp­tur auf einen So­ckel. „Fon­tä­ne“ nennt er es und drückt dem da­ma­li­gen Kunst­ver­ständ­nis damit sämt­li­che Knöp­fe. mehr…