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FLIPPER UND DER CHARME

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Das ist der Rhyth­mus, wo jeder mit muss (Udo Lin­den­berg)

 

Ch­ar­me und Cha­ris­ma wur­zeln beide im grie­chi­schen Wort „char“, was so viel wie Ge­schenk be­deu­tet. Das leuch­tet ein, man hat das ein­fach oder eben nicht. Das Cha­ris­ma ist aber eher an In­hal­te ge­bun­den, bin ich an­de­rer Mei­nung, so wird es mich kaum er­rei­chen. Der Ch­ar­me aber ist ein Ver­zau­bern und auf das Füh­len an­ge­legt und je nach dem kann man dann Ha­rald Schmidt, Helge Schnei­der oder Gün­ther Jauch als char­mant emp­fin­den. John Wayne, Jean-Paul Bel­mondo und Lino Ven­tu­ra kön­nen ihn aus­strah­len, Eddie Arent und Klaus Kin­ski eher nicht, aber wer weiß, Cam­pi­no und Bela B ohne Frage und was sich über den Ch­ar­me der Frau­en sagen ließe, dafür reicht der Platz im Heft nicht aus.  mehr…

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KUNST BENEFIZ AUKTION

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mit Schirm­her­ren

 

Schau­fens­ter­bumm­ler kön­nen ab Sams­tag, 16. April, einen ers­ten Blick in der Ga­le­rie an der Zi­ta­del­le, Düs­sel­dor­fer Stra­ße ris­kie­ren. Ab dem Zeit­punkt gibt es kein Zu­rück mehr, dann geht es in den End­spurt zur Be­ne­fiz-Auk­ti­on mit Wer­ken von Bet­ti­na Groos. Für den Jü­li­cher Ve­rein „Klei­ne Hände. Hil­fen in Not­la­gen für Kin­der, Müt­ter und Väter“ gibt sie am Sams­tag, 23. April, ab 16 Uhr 17 Werke in Col­la­ge­tech­nik auf Filz­pap­pe in die Ver­stei­ge­rung. mehr…

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BESCHIRMT SEIN

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oder die Kunst mit der Kunst nicht im Regen zu ste­hen

 

Wenn sich un­se­re Exis­tenz al­lein auf ei­ge­nes Ver­dienst und voll­brach­ter Leis­tung stüt­zen würde, dann wären wir ver­mut­lich alle schon längst tot. Die Meis­ten von uns haben schon ein­mal das Ge­fühl ge­habt, in einer Si­tua­ti­on be­schirmt ge­we­sen zu sein. Das muss kein Me­lo­dra­ma sein, das kann auch hei­te­re Züge tra­gen.   mehr…

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UNVERBLÜMT

160125 Traeumer

Fa­ti­ma Hoff­mann und Kers­tin von Klein: De­kom­po­si­ti­on und Or­na­ment

 

Die Aus­s­tel­lung „Un­ver­blümt“ von Fa­ti­ma Hoff­mann und Kers­tin von Klein im KV Jü­lich ruft uns einen Kreis­lauf ins Ge­dächt­nis – den Kreis­lauf schlecht­hin. Von Kleins Plas­ti­ken neh­men den For­men­ka­non der bio­lo­gi­schen De­kom­po­si­ti­on auf, das Wel­ken und Zer­fal­len, um die­ses als künst­le­ri­sche De­kom­po­si­ti­on den For­men der Mo­der­ne auf­zupfrop­fen.  mehr…

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FARBSTRUKTUREN

Ineinander

Mit Wer­ken von Mi­cha­el Phil­ipp Schnit­zer

 

Zu­meist senk­rech­te, manch­mal sich an­ein­an­der leh­nen­de, in­ein­an­der grei­fen­de, manch­mal sich auch von­ein­an­der se­pa­rie­ren­de far­bi­ge Strei­fen – das ist es, was der Be­trach­ter zu­al­ler­erst wahr­nimmt. For­mat­fül­lend, ge­le­gent­lich in Stu­fen auf­ein­an­der auf­bau­end, bil­den sie eine an­fangs noch un­durch­sich­tig schei­nen­de, spä­ter je­doch sich öff­nen­de, lich­te Wand aus ver­schie­den brei­ten Li­ni­en, auf die der Be­trach­ter zu­nächst mit As­so­zia­tio­nen wie Zaun oder Wald ant­wor­ten möch­te. mehr…

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DIE ZUKUNFT VERBAUT

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Tau­geg­nichts, Pa­pa­ge­no und die fünf Wirt­schafts­wei­sen

 

Ich war acht­zehn, als ich zum ers­ten Mal Ruck­sack und Gi­tar­re nahm und mich mit mei­nem Freund an die Stra­ße stell­te und den Dau­men raus­hielt. Wir hat­ten das An­fän­ger­glück, ein Tan­klast­wa­gen hielt an und nahm uns bis kurz vor die Schwei­zer Gren­ze mit. Der Fah­rer war zu einer ba­di­schen Win­zer­ge­nos­sen­schaft un­ter­wegs, um sei­nen Tank für eine Groß­kel­le­rei mit weißem Bur­gun­der auf­fül­len zu las­sen, der auf Fla­schen ge­zo­gen wer­den soll­te. Er war nur ein wenig älter als wir und hätte sich uns gerne an­ge­schlos­sen, aber er hatte seine Fa­mi­lie zu er­näh­ren. mehr…

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DAS ZÄHLEN HAT EIN ENDE

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Graf Dra­cu­la und die falschen Fünf­zi­ger

 

Noch in den 80er Jah­ren konn­te man sie manch­mal über einem Tür­bal­ken sehen, die gol­de­ne, mit Lor­beer be­kränz­te Fünf­zig und dann war klar, dort fei­er­te man einen Ju­bi­lar. Die zwei­stel­li­ge Fünf­zig mar­kiert im De­zi­mal­sys­tem die Hälf­te bis zur ers­ten drei­stel­li­gen Zahl, der Hun­dert und Hun­dert ist im Men­schen­le­ben eine ma­gi­sche Marke und etwa das, was im Finan­zi­el­len die Mil­li­on ist, ein Sym­bol. Nicht dass das nicht noch zu über­tref­fen wäre, aber ernst­lich in Be­tracht kommt das eher nicht. Hun­dert Jahre, noch in der Bibel ist die Rede von 80 Jah­ren, die das Leben währt, aber die Span­ne dehnt sich, bald wer­den wir alle hun­dert Jahre alt. Doch gleich, wel­che Pro­gno­se wir zu Grun­de legen, die Hälf­te hat etwas Ma­gi­sches und be­wirkt ein Auf­mer­ken und Ein­hal­ten.                   mehr…