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HERZOG - Geschichte/n -

Fortschritt mit Augenmaß

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Abb.: Grund­riss und Vo­gel­schau­an­sicht der Zi­ta­del­le Jü­lich aus dem Lehr­buch „Archi­tec­tu­ra von Ves­tun­gen“ von Da­niel Speck­lin, das erst­mals 1589 er­schi­en, aus der zwei­ten Auf­la­ge von 1599, Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich.

 

Wil­helm V. und der Hu­ma­nis­mus

 

Her­zog Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg umgab sich mit ge­lehr­ten Män­nern, die seine engs­ten Ver­trau­ten waren, wie bei­spiels­wei­se sein Er­zie­her und spä­te­rer Rat Kon­rad He­res­bach (1496-1576). Den hoch­ge­bil­de­ten bür­ger­li­chen Räten des Her­zogs stand nichts we­ni­ger als die um­fas­sen­de Re­form von Staat und Ge­sell­schaft vor Augen. mehr…

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Glaube und Macht

Abb_S_12_13die Kir­chen­po­li­tik Her­zog Wil­helms V.

 

Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg be­trieb eine für die da­ma­li­ge Zeit sehr un­ge­wöhn­li­che, aus heu­ti­ger Sicht aber in­ter­essan­te und fort­schritt­lich an­mu­ten­de Kir­chen­po­li­tik. Be­ein­flusst von sei­nem Er­zie­her Kon­rad He­res­bach, der ihn mit der Ge­dan­ken­welt des Eras­mus von Rot­ter­dam ver­traut mach­te, über­nahm er die auf Aus­gleich be­dach­te Kir­chen­po­li­tik sei­nes Va­ters Jo­hann III. mehr…

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Die kirchlichen Verhältnisse

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in Jü­lich-Kleve-Berg nach 1555

 

Ein zen­tra­les Feld der Po­li­tik in der Re­gie­rungs­zeit Wil­helms V. von Jü­lich-Kleve-Berg war die kon­fes­sio­nel­le Frage. Der Her­zog ge­hör­te der Fürs­ten­ge­ne­ra­ti­on an, die 1555 den Augs­bur­ger Re­li­gi­ons­frie­den ge­schlos­sen hatte. Der in­ne­re Frie­den im Reich wurde von die­sen höher be­wer­tet als die wei­ter­ge­hen­den theo­lo­gi­schen und macht­po­li­ti­schen Fra­gen, die mit der Re­for­ma­ti­on ver­bun­den waren. Zum Ende des 16. Jahr­hun­derts hin ver­här­te­ten sich je­doch die Fron­ten. mehr…

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„Menniglich gar genehm und lüstig“

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Abb.: Franz Ho­gen­berg, Die Feu­er­werk­span­to­mi­me „Der Schiffss­treit“ bei der Fürst­lich Jü­lich­schen Hoch­zeit 1585 am Abend des 17. Juni 1585, Ra­die­rung, 1587, Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich.

Feste fei­ern am Hof Her­zog Wil­helms V.

 

Am 16. Juni 1585 fand ein her­aus­ra­gen­des Er­eig­nis der rhei­ni­schen Ge­schich­te statt: An die­sem Tag hei­ra­te Jung­her­zog Jo­hann Wil­helm von Jü­lich-Kleve-Berg (1562–1609) Mark­grä­fin Ja­ko­be von Baden (1554–1597). Nach dem Tod des ers­ten Sohns Wil­helms V., Karl Fried­rich, im Jahr 1575 auf sei­ner Ka­va­liers­rei­se wurde Jo­hann Wil­helm Erb­prinz der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer. Die­ser war, wie da­mals für nach­ge­bo­re­ne Söhne üb­lich, für den geist­li­chen Stand be­stimmt ge­we­sen und muss­te nach 10 Jah­ren als de­si­gnier­ter Nach­fol­ger des Fürst­bi­schofs von Müns­ter ab­dan­ken. mehr…

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Kleidung von 1580 bis 1600

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Abb.: Wei­ter Rock mit Un­ter­rock und Är­mel­paar aus dem Ger­ma­ni­schen Na­tio­nal­mu­se­um Nürn­berg, um 1560/90.

 

Bei Fes­ten wie der Hoch­zeit des jü­lich-kle­vi­schen Erb­prin­zen Jo­hann Wil­helm mit Ja­ko­be von Baden im Jahr 1585 tru­gen Frau­en den „Wei­ten Rock“. Der „Wei­te Rock“ ist ein Ober­kleid, das aus Sei­den­samt ge­fer­tigt wurde. Der Dekor des Ober­klei­des hat im er­hal­te­nen Bei­spiel aus dem Ger­ma­ni­schen Na­tio­nal­mu­se­um Nürn­berg die­sel­be Farbe wie der Sei­den­samt und be­steht aus Atlas, Sei­den­schnü­ren und Zier­knöp­fen. Von den 24 Po­sa­men­ten­knöp­fen der vor­de­ren Mitte wur­den nur die obers­ten ge­schlos­sen und waren mit schwar­zem Sei­den­at­las be­zo­gen sowie mit Sei­den­schnü­ren ver­ziert. mehr…

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Glück und Unglück des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg

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Abb.: Cri­spin de Passe d. Ä. nach Jo­hann Mal­thain, Por­trät Her­zog Jo­hann Wil­helms I. von Jü­lich-Kleve Berg, Kup­fer­stich, 1599.

 

 

Die Kin­der Her­zog Wil­helms V.

 

Maria von Ös­ter­reich und Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg wurde als ers­ter Sohn am 28.4.1555 Karl Fried­rich ge­bo­ren. Auf dem Erb­prin­zen lag die Hoff­nung auf wei­te­re glanz­vol­le Jahre der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer, da er sich als sehr be­gabt zeig­te. Damit er bes­tens er­zo­gen wer­den konn­te, wurde Karl Fried­rich zum Kaiser­hof nach Wien ge­schickt, von wo aus er einer Ein­la­dung des Paps­tes Gre­gor XIII. zu der Er­öff­nung des Hei­li­gen Jah­res 1575 nach Ita­li­en folg­te. Diese Ka­va­lier­stour stell­te wegen der ge­schicht­li­chen, kul­tu­rel­len sowie sprach­li­chen Un­ter­rich­tun­gen sei­nes Leh­rer Pig­hi­us ein Bil­dungs- und Ver­gnü­gungs­pro­gramm mit hohem An­spruch dar. Ein Hö­he­punkt der Reise war für den gläu­bi­gen Her­zog die Über­rei­chung des gol­de­nen Schwer­tes und des Hutes als Ge­schenk Got­tes und Zei­chen sei­nes hohen Adels am Neu­jahrs­tag 1575. Tra­gi­scher Weise hatte sich Karl Fried­rich wäh­rend sei­ner Ka­va­lier­stour mit dem töd­li­chen Blat­tern­keim (Po­cken) in­fi­ziert, an dem er am 9.2.1575 schließ­lich verstarb. mehr…

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DIE KINDER HERZOG WILHELMS V.

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Glück & Un­glück der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer Jü­lich-Kleve-Berg

 

Die größ­te Her­aus­for­de­rung für eine Adels­dy­nas­tie war die Ab­si­che­rung ihres Fort­be­stan­des durch männ­li­che Nach­kom­men. Daher war schon die Wahl der Ehe­frau für den Stamm­hal­ter ein kom­pli­zier­ter Ab­stim­mungs­pro­zess. Even­tu­ell ein­tre­ten­de Erb­fäl­le wer­den eben­so in den Blick ge­nom­men, wie die „Qua­li­tät“ der Fa­mi­lie, mit der man sich ver­band. Wil­helm V. hei­ra­te­te 1546 Maria von Ös­ter­reich, eine Toch­ter König, spä­ter Kai­ser Fer­di­n­ands I. mehr…