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HERZOG - Geschichte/n -

„Menniglich gar genehm und lüstig“

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Abb.: Franz Ho­gen­berg, Die Feu­er­werk­span­to­mi­me „Der Schiffss­treit“ bei der Fürst­lich Jü­lich­schen Hoch­zeit 1585 am Abend des 17. Juni 1585, Ra­die­rung, 1587, Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich.

Feste fei­ern am Hof Her­zog Wil­helms V.

 

Am 16. Juni 1585 fand ein her­aus­ra­gen­des Er­eig­nis der rhei­ni­schen Ge­schich­te statt: An die­sem Tag hei­ra­te Jung­her­zog Jo­hann Wil­helm von Jü­lich-Kleve-Berg (1562–1609) Mark­grä­fin Ja­ko­be von Baden (1554–1597). Nach dem Tod des ers­ten Sohns Wil­helms V., Karl Fried­rich, im Jahr 1575 auf sei­ner Ka­va­liers­rei­se wurde Jo­hann Wil­helm Erb­prinz der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer. Die­ser war, wie da­mals für nach­ge­bo­re­ne Söhne üb­lich, für den geist­li­chen Stand be­stimmt ge­we­sen und muss­te nach 10 Jah­ren als de­si­gnier­ter Nach­fol­ger des Fürst­bi­schofs von Müns­ter ab­dan­ken. mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

Kleidung von 1580 bis 1600

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Abb.: Wei­ter Rock mit Un­ter­rock und Är­mel­paar aus dem Ger­ma­ni­schen Na­tio­nal­mu­se­um Nürn­berg, um 1560/90.

 

Bei Fes­ten wie der Hoch­zeit des jü­lich-kle­vi­schen Erb­prin­zen Jo­hann Wil­helm mit Ja­ko­be von Baden im Jahr 1585 tru­gen Frau­en den „Wei­ten Rock“. Der „Wei­te Rock“ ist ein Ober­kleid, das aus Sei­den­samt ge­fer­tigt wurde. Der Dekor des Ober­klei­des hat im er­hal­te­nen Bei­spiel aus dem Ger­ma­ni­schen Na­tio­nal­mu­se­um Nürn­berg die­sel­be Farbe wie der Sei­den­samt und be­steht aus Atlas, Sei­den­schnü­ren und Zier­knöp­fen. Von den 24 Po­sa­men­ten­knöp­fen der vor­de­ren Mitte wur­den nur die obers­ten ge­schlos­sen und waren mit schwar­zem Sei­den­at­las be­zo­gen sowie mit Sei­den­schnü­ren ver­ziert. mehr…

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Glück und Unglück des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg

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Abb.: Cri­spin de Passe d. Ä. nach Jo­hann Mal­thain, Por­trät Her­zog Jo­hann Wil­helms I. von Jü­lich-Kleve Berg, Kup­fer­stich, 1599.

 

 

Die Kin­der Her­zog Wil­helms V.

 

Maria von Ös­ter­reich und Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg wurde als ers­ter Sohn am 28.4.1555 Karl Fried­rich ge­bo­ren. Auf dem Erb­prin­zen lag die Hoff­nung auf wei­te­re glanz­vol­le Jahre der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer, da er sich als sehr be­gabt zeig­te. Damit er bes­tens er­zo­gen wer­den konn­te, wurde Karl Fried­rich zum Kaiser­hof nach Wien ge­schickt, von wo aus er einer Ein­la­dung des Paps­tes Gre­gor XIII. zu der Er­öff­nung des Hei­li­gen Jah­res 1575 nach Ita­li­en folg­te. Diese Ka­va­lier­stour stell­te wegen der ge­schicht­li­chen, kul­tu­rel­len sowie sprach­li­chen Un­ter­rich­tun­gen sei­nes Leh­rer Pig­hi­us ein Bil­dungs- und Ver­gnü­gungs­pro­gramm mit hohem An­spruch dar. Ein Hö­he­punkt der Reise war für den gläu­bi­gen Her­zog die Über­rei­chung des gol­de­nen Schwer­tes und des Hutes als Ge­schenk Got­tes und Zei­chen sei­nes hohen Adels am Neu­jahrs­tag 1575. Tra­gi­scher Weise hatte sich Karl Fried­rich wäh­rend sei­ner Ka­va­lier­stour mit dem töd­li­chen Blat­tern­keim (Po­cken) in­fi­ziert, an dem er am 9.2.1575 schließ­lich verstarb. mehr…

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DIE KINDER HERZOG WILHELMS V.

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Glück & Un­glück der Ve­rei­nig­ten Her­zog­tü­mer Jü­lich-Kleve-Berg

 

Die größ­te Her­aus­for­de­rung für eine Adels­dy­nas­tie war die Ab­si­che­rung ihres Fort­be­stan­des durch männ­li­che Nach­kom­men. Daher war schon die Wahl der Ehe­frau für den Stamm­hal­ter ein kom­pli­zier­ter Ab­stim­mungs­pro­zess. Even­tu­ell ein­tre­ten­de Erb­fäl­le wer­den eben­so in den Blick ge­nom­men, wie die „Qua­li­tät“ der Fa­mi­lie, mit der man sich ver­band. Wil­helm V. hei­ra­te­te 1546 Maria von Ös­ter­reich, eine Toch­ter König, spä­ter Kai­ser Fer­di­n­ands I. mehr…

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JAN WELLEM

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Vor 300 Jah­ren ge­stor­ben

 

Vor 300 Jah­ren, am 8. Juni 1716, starb in sei­ner Haupt- und Re­si­denz­stadt Düs­sel­dorf Kur­fürst Jo­hann Wil­helm von der Pfalz, Her­zog von Jü­lich-Berg. In Düs­sel­dorf wird er seit dem 19. Jahr­hun­dert lie­be­voll „Jan Wel­lem“ ge­nannt und damit zu einem volks­tüm­li­chen Herr­scher ver­klärt, der die Nähe zu sei­nen Un­ter­ta­nen ge­sucht habe. Davon kann je­doch zu Leb­zei­ten des 1658 in Düs­sel­dorf ge­bo­re­nen und seit 1679 dort als Her­zog von Jü­lich-Berg re­gie­ren­den Jo­hann Wil­helm (II.) nicht die Rede sein. mehr…

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KRIEG UND FRIEDEN

2007-0061 Coornhert - Kaiser Karl V

Die Aus­ein­an­der­set­zung um das Her­zog­tum Gel­dern

 

Mit nur 23 Jah­ren über­nahm Her­zog Wil­helm V. 1539 nach dem un­ver­mit­tel­ten Tod sei­nes Va­ters Jo­hann III. die Re­gent­schaft in den ver­ei­nig­ten Her­zog­tü­mern Jü­lich-Kleve-Berg. So­fort sah er sich einer großen Her­aus­for­de­rung ge­gen­über: Ein Jahr zuvor hat­ten die Stän­de des Her­zog­tums Gel­dern ihn zum Nach­fol­ger ihres Her­zogs Karl von Eg­mond be­stimmt, der ohne Kin­der ge­blie­ben war. Nun war der junge Wil­helm V. nicht nur Her­zog der ver­ei­nig­ten Her­zog­tü­mer, son­dern auch Her­zog von Gel­dern-Zut­phen. mehr…

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LAND IM MITTELPUNKT DER MÄCHTE

Karte Jülich-Kleve-Berg

 

Das Ter­ri­to­ri­um Jü­lich-Kleve-Berg

 

Was war das über­haupt für ein Staats­ge­bil­de, über das Her­zog Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg 53 Jahre re­gier­te? Ent­stan­den war es unter sei­nem Vater Her­zog Jo­hann III. Die­ser hatte 1510 Maria, ein­zi­ges Kind Her­zog Wil­helms IV. von Jü­lich-Berg ge­hei­ra­tet. Die­ser Ehe­schluss war be­reits durch einen Ver­trag am 25. No­vem­ber 1496 vor­be­rei­tet wor­den. Maria war da­mals 5 Jahre alt, ihr zu­künf­ti­ger Ehe­mann 6 Jahre. Der Ehe­be­re­dung hat­ten die Land­stän­de der Ter­ri­to­ri­en zu­ge­stimmt, was in einer ein­drucks­vol­len Ur­kun­de, die sich im Duis­bur­ger Lan­des­ar­chiv Nord­rhein-West­fa­len be­fin­det, do­ku­men­tiert ist. mehr…