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HERZOG - Geschichte/n -

DAS HUNGERJAHR 1816/1817

herzog_gechichten_april_2017_abb_webEin elen­der Som­mer und seine Fol­gen

 

Vor 200 Jah­ren herrsch­te im Jü­li­cher Land – und nicht nur dort – eine be­droh­li­che Le­bens­mit­tel­knapp­heit.  1816 war der Som­mer aus­ge­fal­len, so­dass die Ern­teer­trä­ge äu­ßerst ge­ring ge­we­sen waren. Der Jü­li­cher Pri­vat­leh­rer Jo­hann Krantz hielt in sei­nem Ta­ge­buch für das Jahr 1817 fest: „Ach in un­se­rer Ge­gend war die Not groß, al­lein, die­sel­be ent­stand nicht so­wohl aus wirk­li­chem Man­gel an Frucht­vor­rat als viel­mehr durch die teuf­li­chen Knif­fe der Korn­wu­che­rer, die allen Korn­vor­rat auf­spei­cher­ten und hart­her­zig zu­se­hen konn­ten, dass der är­me­re Ne­ben­mensch mit Weib und Kin­der am Hun­ger­tuch nagte.“ mehr…

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KARNEVALSUMZÜGE

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in Jü­lichs Ver­gan­gen­heit

 

Das Rhein­land ohne Kar­ne­val wäre nur schwer vor­stell­bar. Die Ak­ti­vi­tä­ten rund um die „5. Jah­res­zeit“ sind tief im rhei­ni­schen Brauch­tum ver­wur­zelt. Das gilt ins­be­son­de­re für die Um­zü­ge, die auch in Jü­lich eine lange Tra­di­ti­on haben. Sinn­fäl­lig wird dies bei der Be­trach­tung des hier bei­ge­ge­be­nen Fotos, das einen Mo­tiv­wa­gen beim Jü­li­cher Kar­ne­val im Jahr 1911 zeigt. Dass der Kar­ne­val auf die Stra­ße ge­tra­gen wurde, galt lange Zeit je­doch als ver­pönt. mehr…

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UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND…

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Der Streit um das Erbe Her­zog Wil­helms V.

 

Der Nachruhm Her­zog Wil­helms V. von Jü­lich-Kleve-Berg be­wegt sich in engen Bah­nen, wenn­gleich man ihm in spä­te­rer Zeit den Bein­amen „Der Rei­che“ gab. Das kann aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass die Herr­schaft des jü­lich-kle­vi­schen Her­zo­g­hau­ses be­reits mit sei­nem Sohn Jo­hann Wil­helm I. 1609 be­en­det war. Nun kam es zu kom­pli­zier­ten erbrecht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die als jü­lich-kle­vi­scher Erb­fol­ge­streit in die Ge­schich­te ein­gin­gen. Aus­lö­ser war das kai­ser­li­che Pri­vi­leg, dass auch die äl­tes­te Schwes­ter Jo­hann Wil­helms I. erb­be­rech­tigt war. Diese war Maria Eleo­no­re, die 1573 Her­zog Al­brecht von Preu­ßen ge­hei­ra­tet hatte. mehr…

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AM NIKLASABEND MUSS ES SEIN

geschichten_dezember-2016_abbJü­lich im Blick einer Fürs­tin

 

Über Jahr­hun­der­te bil­de­te Jü­lich einen wich­ti­gen Etap­pen­ort. Un­zäh­li­ge Rei­sen­de nutz­ten die Stadt mit ihrer Post­sta­ti­on für eine Rast. Hier­zu zähl­te auch die Fürs­tin Pau­li­ne zur Lippe (1769–1820) im Jahr 1807. Früh ver­wit­wet, setz­te sie sich in den stür­mi­schen Zei­ten der Re­vo­lu­ti­ons- und Be­frei­ungs­krie­ge re­so­lut und er­folg­reich für das Über­le­ben ihres klei­nen Herr­schafts­ge­biets ein. 1807 reis­te sie des­halb von Det­mold nach Paris, um per­sön­lich bei Kai­ser Na­po­le­on I. vor­zu­spre­chen. Mit der Grün­dung des Rhein­bun­des 1806 hatte sich das Hei­li­ge Rö­mi­sche Reich Deut­scher Na­ti­on auf­ge­löst. Zahl­rei­che Herr­schaf­ten ver­schwan­den von der Land­kar­te und gin­gen in grö­ße­re Struk­tu­ren auf. mehr…

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SPIEGEL DER VERGÄNGLICHKEIT

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Tod und Be­gräb­nis Her­zog Wil­helms V.

 

Her­zog Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg starb mit 76 Jah­ren am 5. Ja­nu­ar 1592 in sei­ner Re­si­denz­stadt Düs­sel­dorf. Zu die­sem Zeit­punkt hatte er be­reits eine lange an­dau­ern­de Lei­dens­ge­schich­te hin­ter sich: Wäh­rend des Reichs­tags in Augs­burg 1566 er­litt der Her­zog einen ers­ten Schlag­an­fall, dem sich wei­te­re an­schlos­sen. mehr…

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FORTSCHRITT MIT AUGENMASS

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Der Hof Her­zog Wil­helm V. und die Hu­ma­nis­ten

 

Her­zog Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg umgab sich, wie schon sein Vater Her­zog Jo­hann III., mit ge­lehr­ten Män­nern, die seine engs­ten Ver­trau­ten waren. Zu nen­nen ist hier Kon­rad He­res­bach, der als Er­zie­her und Rat großen Ein­fluss auf die Po­li­tik des Her­zogs hatte. Den größ­ten­teils bür­ger­li­chen Räten Wil­helms V., die durch den Hu­ma­nis­mus ge­prägt waren, stand nichts we­ni­ger als eine um­fas­sen­de Re­form von Staat und Ge­sell­schaft vor Augen. mehr…

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PETER LINNARTZ

geschichten_oktober-2016_peter-linnartzEin Jü­li­cher des „preu­ßi­schen Jahr­hun­derts“

 

Der am 10.10.1854 ge­bo­re­ne Ko­lo­ni­al­wa­ren­händ­ler Peter Linn­artz, einer der Pro­tago­nis­ten der Aus­s­tel­lung „Das preu­ßi­sche Jahr­hun­dert. Jü­lich, Opla­den und das Rhein­land zwi­schen 1815 und 1914“ (bis 18.12.2016 im Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich), ent­stamm­te einer alt­ein­ges­se­nen Jü­li­cher Fa­mi­lie. Be­reits 1874 über­nahm er ge­mein­sam mit sei­nem Bru­der Franz den el­ter­li­chen Be­trieb. mehr…