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HERZOG - Geschichte/n -

ER IST DANN MAL WEG…

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Die Reise des Jung­her­zogs Karl Fried­rich von Jü­lich-Kleve-Berg nach Rom 1574/1575 

 

Ge­mein­hin sagt man ja, dass Rei­sen bil­det – und das war auch in ver­gan­ge­nen Zei­ten schon so. 1571 brach der Erb­prinz des Hau­ses Jü­lich-Kleve-Berg mit 16 Jah­ren zu einer um­fang­rei­chen Ka­va­lier­stour auf, die ihn für mehr als zwei Jahre an den Kaiser­hof in Wien und schließ­lich nach Rom führ­te. Die Lei­tung der Reise lag in den Hän­den des Prin­zen­er­zie­hers Ste­pha­nus Win­an­dus Pig­hi­us, ein äu­ßerst ge­lehr­ter Mann, der ei­ni­ge Zeit in Rom ge­lebt hatte und als einer der Be­grün­der der mo­der­nen Epi­gra­phik – der In­schrif­ten­kun­de – gilt. Pig­hi­us war Geist­li­cher und hatte unter an­de­rem als Se­kre­tär des mäch­ti­gen Kar­di­nals Gran­vel­le, ein enger Ver­trau­ter der kai­ser­li­chen Fa­mi­lie – ge­ar­bei­tet. mehr…

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TOUR DE RUR

Eröffnung der Radrennbahn JülichwebDas Fahr­rad des Franz Kurtz aus Jü­lich

 

Der 2. Juli 2017 wird für Jü­lich ein ganz be­son­de­rer Tag wer­den. Dann näm­lich wird das be­rühm­tes­te Rad­ren­nen der Welt – die Tour de Fran­ce – bei sei­ner 2. Etap­pe von Düs­sel­dorf nach Lüt­tich durch die Jü­li­cher In­nen­stadt ge­führt wer­den. Aus die­sem An­lass wol­len wir einen kur­z­en Blick in die Ge­schich­te des Fahr­rads in Jü­lich wer­fen, die mit einer ganz be­son­de­ren Epi­so­de auf­war­ten kann: Der Kon­struk­ti­on eines me­cha­nisch be­trie­be­nen Fahr­rads durch den Jü­li­cher Stell­ma­cher Franz Kurtz 1847.

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DAS HUNGERJAHR 1816/1817

herzog_gechichten_april_2017_abb_webEin elen­der Som­mer und seine Fol­gen

 

Vor 200 Jah­ren herrsch­te im Jü­li­cher Land – und nicht nur dort – eine be­droh­li­che Le­bens­mit­tel­knapp­heit.  1816 war der Som­mer aus­ge­fal­len, so­dass die Ern­teer­trä­ge äu­ßerst ge­ring ge­we­sen waren. Der Jü­li­cher Pri­vat­leh­rer Jo­hann Krantz hielt in sei­nem Ta­ge­buch für das Jahr 1817 fest: „Ach in un­se­rer Ge­gend war die Not groß, al­lein, die­sel­be ent­stand nicht so­wohl aus wirk­li­chem Man­gel an Frucht­vor­rat als viel­mehr durch die teuf­li­chen Knif­fe der Korn­wu­che­rer, die allen Korn­vor­rat auf­spei­cher­ten und hart­her­zig zu­se­hen konn­ten, dass der är­me­re Ne­ben­mensch mit Weib und Kin­der am Hun­ger­tuch nagte.“ mehr…

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KARNEVALSUMZÜGE

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in Jü­lichs Ver­gan­gen­heit

 

Das Rhein­land ohne Kar­ne­val wäre nur schwer vor­stell­bar. Die Ak­ti­vi­tä­ten rund um die „5. Jah­res­zeit“ sind tief im rhei­ni­schen Brauch­tum ver­wur­zelt. Das gilt ins­be­son­de­re für die Um­zü­ge, die auch in Jü­lich eine lange Tra­di­ti­on haben. Sinn­fäl­lig wird dies bei der Be­trach­tung des hier bei­ge­ge­be­nen Fotos, das einen Mo­tiv­wa­gen beim Jü­li­cher Kar­ne­val im Jahr 1911 zeigt. Dass der Kar­ne­val auf die Stra­ße ge­tra­gen wurde, galt lange Zeit je­doch als ver­pönt. mehr…

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UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND…

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Der Streit um das Erbe Her­zog Wil­helms V.

 

Der Nachruhm Her­zog Wil­helms V. von Jü­lich-Kleve-Berg be­wegt sich in engen Bah­nen, wenn­gleich man ihm in spä­te­rer Zeit den Bein­amen „Der Rei­che“ gab. Das kann aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass die Herr­schaft des jü­lich-kle­vi­schen Her­zo­g­hau­ses be­reits mit sei­nem Sohn Jo­hann Wil­helm I. 1609 be­en­det war. Nun kam es zu kom­pli­zier­ten erbrecht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die als jü­lich-kle­vi­scher Erb­fol­ge­streit in die Ge­schich­te ein­gin­gen. Aus­lö­ser war das kai­ser­li­che Pri­vi­leg, dass auch die äl­tes­te Schwes­ter Jo­hann Wil­helms I. erb­be­rech­tigt war. Diese war Maria Eleo­no­re, die 1573 Her­zog Al­brecht von Preu­ßen ge­hei­ra­tet hatte. mehr…

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AM NIKLASABEND MUSS ES SEIN

geschichten_dezember-2016_abbJü­lich im Blick einer Fürs­tin

 

Über Jahr­hun­der­te bil­de­te Jü­lich einen wich­ti­gen Etap­pen­ort. Un­zäh­li­ge Rei­sen­de nutz­ten die Stadt mit ihrer Post­sta­ti­on für eine Rast. Hier­zu zähl­te auch die Fürs­tin Pau­li­ne zur Lippe (1769–1820) im Jahr 1807. Früh ver­wit­wet, setz­te sie sich in den stür­mi­schen Zei­ten der Re­vo­lu­ti­ons- und Be­frei­ungs­krie­ge re­so­lut und er­folg­reich für das Über­le­ben ihres klei­nen Herr­schafts­ge­biets ein. 1807 reis­te sie des­halb von Det­mold nach Paris, um per­sön­lich bei Kai­ser Na­po­le­on I. vor­zu­spre­chen. Mit der Grün­dung des Rhein­bun­des 1806 hatte sich das Hei­li­ge Rö­mi­sche Reich Deut­scher Na­ti­on auf­ge­löst. Zahl­rei­che Herr­schaf­ten ver­schwan­den von der Land­kar­te und gin­gen in grö­ße­re Struk­tu­ren auf. mehr…

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SPIEGEL DER VERGÄNGLICHKEIT

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Tod und Be­gräb­nis Her­zog Wil­helms V.

 

Her­zog Wil­helm V. von Jü­lich-Kleve-Berg starb mit 76 Jah­ren am 5. Ja­nu­ar 1592 in sei­ner Re­si­denz­stadt Düs­sel­dorf. Zu die­sem Zeit­punkt hatte er be­reits eine lange an­dau­ern­de Lei­dens­ge­schich­te hin­ter sich: Wäh­rend des Reichs­tags in Augs­burg 1566 er­litt der Her­zog einen ers­ten Schlag­an­fall, dem sich wei­te­re an­schlos­sen. mehr…