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HERZOG - ans Volk -

REFORM

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit der Re­form. Also mit der, die was nach vorne bringt und der, die was zu­rück bringt. Aber der Reihe nach. Zu­nächst ein­mal be­steht das Wort Re­form aus dem la­tei­ni­schen „re“ für zu­rück und „for­ma­re“ für bil­den oder ge­stal­ten, zu­sam­men­ge­setzt ließe sich das also am ehe­s­ten mit `Wie­der­her­stel­lung´ über­set­zen. mehr…

HERZOG - ans Volk -

LECKER

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem le­cker. Also mit dem für Gau­men, Zunge, Haut oder auch das Auge. Aber der Reihe nach… Das Wort le­cker as­so­zi­iert auf jeden Fall etwas Schö­nes, egal, ob es etwas gut Schme­cken­des zu essen gibt oder schön an­zu­se­hen oder zu er­füh­len ist… Nur im Rhein­land ist es näm­lich „le­cker warm“ und schenkt man einem rhein­län­di­schen Ohr­wurm Glau­ben, sind „Blut­wu­u­ursch, Kööölsch und ein le­cker Määäd­sche“ lu­kra­ti­ve Fund­stücke nur und exakt in die­ser Re­gi­on. Für mich als Zu­ge­wan­der­te ist dies nur be­dingt nach­voll­zieh­bar. Blut­wurst ist näm­lich so ziem­lich das ein­zi­ge, was ich in kei­ner noch so kur­z­en Phase mei­nes Le­bens dies­seits und jen­seits von Elbe und Rhein auch nur an­satz­wei­se le­cker ge­fun­den habe. Kölsch in flüs­sig war für mich als Kind des Os­tens lange Zeit das für mich da­mals über­haupt nicht le­cker rie­chen­de Mi­nifläsch­chen Köl­nisch Was­ser mei­ner Uroma und es hat sehr lange ge­dau­ert, bis ich diese As­so­zia­ti­on an­ge­sichts des Gers­ten­saf­tes nicht mehr hatte. mehr…

HERZOG - ans Volk -

TSCHÖÖÖ

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Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Tschö. Also dem mit Ö und all den an­de­ren auch. Also dem Tschau mit au, dem Tschüs mit einem s, mit zwei­en oder gar dem schar­fen – ganz zu schwei­gen von den vie­len Ver­klei­ne­rungs­for­men vom Tschüs­si, Tschüs­sing, Tschüss­le, Tschüss­kes bis zum Tschüs­si­kow­si. Als ich einst aus dem nord­deut­schen Tschüüüüüüüs-Land in die rhein­län­di­sche Tschö-Zone über­sie­del­te, habe ich dabei nicht nur die in­ner­deut­sche, son­dern auch eine an­de­re Grenz­li­nie über­tre­ten. mehr…

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FRANZÖSISCH

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Fran­zö­sisch. Also der Spra­che an sich und dem Land, in dem sie er­fun­den wurde. Fran­zö­sisch wird welt­weit von rund 274 Mil­lio­nen Men­schen auf fünf Kon­ti­nen­ten ge­spro­chen, deren Zahl sich bis zum Jahr 2050 auf ge­schätz­te 700 Mil­lio­nen er­hö­hen wird. In 13 Staa­ten ist Fran­zö­sisch sogar al­lei­ni­ge Amtss­pra­che, in wei­te­ren 16 eine von meh­re­ren.

 

Zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen be­herr­sche ich diese nicht – je­den­falls nicht wis­sent­lich. mehr…

HERZOG - ans Volk -

ARM

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Arm und dem arm – also so­wohl mit dem Ge­gen­stand als auch mit der Ei­gen­schaft, mit dem Haben und dem Sein. Der Arm, so lese ich in der En­zy­klo­pä­die, ist die freie obere Ex­tre­mi­tät des Men­schen,die Wei­ter­ent­wick­lung der Vor­der­glied­ma­ßen der Tiere zum Greif­werk­zeug, der mit sei­nen Pen­del­be­we­gun­gen auch die Aus­ba­lan­cie­rung des auf­rech­ten Gan­ges er­mög­licht. Als paa­ri­ge Kör­per­tei­le kann man diese stre­cken und re­cken, damit wer­fen, fan­gen, etwas unter sie klem­men, sich bre­chen und ver­schrän­ken, je­man­den in sie und auf sie neh­men, in sie flie­gen und in ihnen lie­gen, in sie ge­trie­ben wer­den, mit ihnen und unter sie grei­fen, die Beine in sie neh­men und den Kopf unter sie ste­cken. In sei­ner Funk­ti­on hat der Arm vom Schul­ter- bis zu den Fin­ger­ge­len­ken die größt­mög­li­che Be­we­gungs­frei­heit aller Kör­per­tei­le. mehr…

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WONNE

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit der Wonne. Also mit der in einem drin und der um einen drum­her­um. Wonne ist die große Schwes­ter der Freu­de und laut Duden ein Zu­stand, in dem man großes Wohl­be­ha­gen emp­fin­det. Zwi­schen­zeit­lich aus­ge­mus­tert, er­leb­te das Wort – das dem mit­tel­hoch­deut­schen wünne/wunne sowie dem alt­hoch­deut­schen wunn(i)a ent­stammt und Ge­nuss und Freu­de meint – dann doch noch eine Wie­der­be­le­bung seit der Mitte des 18. Jahr­hun­derts. mehr…

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GELB

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit dem Gelb. Also mit dem, das man sieht und mit dem, in das man bes­ser nicht gu­cken soll­te oder mit dem, das man bes­ser nicht über­se­hen soll­te. Aber der Reihe nach. Gelb ist als die­je­ni­ge Farbe de­fi­niert, die wahr­ge­nom­men wird, wenn Licht mit einer spek­tra­len Ver­tei­lung ins Auge fällt, bei der Wel­len­län­gen zwi­schen 565 und 575 Na­no­me­ter do­mi­nie­ren. Hält man sich vor Augen und Netz­häu­te, dass diese Länge ge­ra­de mal knapp ein hal­ber Tau­sends­tel­mil­li­me­ter ist, ist umso be­ein­dru­cken­der, dass es da­zwi­schen Un­men­gen von Gelbs gibt: mehr…