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HERZOG - Titelstorys -

GEDULD IST, WENN MAN TROTZDEM LACHT!

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Der ver­chrom­te Knopf des Hand­schuh­fachs, ein­ge­rahmt von einem sol­chen Ring, er­in­nert an einen Klin­gel­knopf. Bei einem Druck dar­auf springt die Blech­klap­pe auf und fe­dert nach 90 Grad satt im Schar­nier noch ei­ni­ge Se­kun­den nach. Man muss­te schnell genug sein und die Hand weg­zie­hen, an­sons­ten war das Fe­der­spiel un­ter­bro­chen. Ich weiß nicht, wie oft ich die­sen Knopf ge­drückt und damit den Vor­gang aus­ge­löst und be­ob­ach­tet habe. Mit mei­nen viel­leicht fünf Jah­ren saß, nein ich stand mehr im Fuß­raum auf der Bei­fah­rer­sei­te des für die An­fang der 60er Jahre ty­pisch maus­grau­en Ge­fährts und war­te­te. Vorne nur im Ste­hen – beim Fah­ren hin­ten aus der Bret­zel schau­end. War­te­te auf Vater oder Mut­ter, die Er­le­di­gun­gen mach­ten. An­fang der 60er Jahre gab es für Jungs im Vor­schulal­ter noch nicht so rich­tig viel Zeit­ver­treib beim War­ten im Auto. mehr…

HERZOG - ans Volk -

WARTEN

gisa_kolumne_2_web1Was ich noch sagen woll­te…

 

Manch­mal ist das ja so eine Sache mit War­ten. Also mit dem auf etwas, dem von etwas und denen für etwas. Aber der Reihe nach. Da ist zum einen das War­ten, das per De­fi­ni­ti­on meint, „an einem Ort, in einem Zu­stand, in einer Si­tua­ti­on kür­ze­re oder län­ge­re Zeit zu blei­ben in der An­nah­me oder im Hin­blick dar­auf, dass etwas ein­tre­ten wird, was diese Si­tua­ti­on än­dert oder be­en­det.“ Kennt jeder, kann jeder, so rich­tig mag es aber kei­ner: War­ten dar­auf, dass der Bus kommt, dass die Ampel grün wird, auf den nächs­ten Ur­laub, auf das Essen im Re­stau­rant, den Ge­halts­scheck, den Nach­wuchs, die rich­ti­gen Lot­to­zah­len, bes­se­res Wet­ter, das Ende der Nacht, die große Liebe. Dabei ist War­ten ei­gent­lich eine nicht sicht­ba­re Tä­tig­keit. Also wenn ich mich bei­spiels­wei­se mit einem Buch auf eine Bank setze, er­schließt sich den an­de­ren nicht, ob ich ein­fach nur lese oder le­send auf etwas warte. Oder auf mich war­ten lasse. mehr…

HERZOG - Vereine -

WART MAL…

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Da gibt es einen Raum

 

Ohne Ein­la­dung kommt man meist nicht hin­ein. Man braucht eine Karte dazu. Trotz­dem geht nie­mand zu sei­nem Ver­gnü­gen dort­hin – frei­wil­lig al­ler­dings schon mal. Es ist eine aus­ge­such­te Runde, die sich zu­sam­men­fin­det. Täg­lich – außer mitt­wochnach­mit­tags. Dann bleibt der Raum tra­di­tio­nell ver­schlos­sen. Es sind ste­tig wech­seln­de Grup­pen. Or­dent­lich auf­ge­reiht sit­zen die Men­schen Stuhl an Stuhl, dis­zi­pli­niert, meist schwei­gend. Wenn ge­spro­chen wird, dann leise und zu­rück­hal­tend. mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

ZUKUNFT

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Ar­beits­kreis Jü­li­cher Biblio­thek: Kommt das Beste noch?

 

Der Ar­beits­kreis Jü­li­cher Biblio­thek ist ein Zu­sam­menschluss ver­schie­de­ner Biblio­the­ken aus Jü­lich. In jedem Jahr führt der Ar­beits­kreis eine Ver­an­stal­tung durch – in die­sem Jahr zum Thema „Zu­kunft“. Der Ar­beits­kreis hat in die­sem Zu­sam­men­hang einen Kurz­ge­schich­ten­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Jahr­gangs­stu­fen 5 bis 9 waren auf­ge­ru­fen, sich an­hand eines knapp vor­ge­ge­be­nen Sze­na­ri­os mit den The­men Zu­kunft und Schu­le zu be­schäf­ti­gen. Die drei Sie­ger­ge­schich­ten brin­gen wir hier zum Ab­druck. mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

IM WARTESAAL DER GESCHICHTE

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Jü­lich und der erste Ei­sen­bahn­an­schluss

 

Im Sep­tem­ber 1860 be­gan­nen mit einer 14-tä­gi­gen Be­la­ge­rungs­übung die Schlei­fungs­maß­nah­men an den Jü­li­cher Fes­tungs­an­la­gen. Über 300 Jahre war die Stadt von mäch­ti­gen Wäl­len, Bas­tio­nen und Grä­ben um­ge­ben ge­we­sen. Nun bekam sie Raum, um sich aus­deh­nen zu kön­nen. Tat­säch­lich ging die­ser Pro­zess sehr schlep­pend voran, da es an der wirt­schaft­li­chen Po­tenz fehl­te, um eine grö­ße­re Stadt­er­wei­te­rung in An­griff zu neh­men. Dies hatte un­mit­tel­bar damit zu tun, dass es Jü­lich an einem Ei­sen­bahn­an­schluss fehl­te, der im 19. Jh. eine Grund­vor­aus­set­zung für einen wirt­schaft­li­chen Auf­schwung war. Als in den 1830er-Jah­ren die An­la­ge der Stre­cke Köln–Aa­chen als Teil des so ge­nann­ten Ei­ser­nen Rheins, der Köln mit Ant­wer­pen ver­bin­den soll­te, dis­ku­tiert wurde, hatte man auf eine Stre­cken­füh­rung über Jü­lich ge­hofft. In ent­spre­chen­den Ein­ga­ben an die preu­ßi­sche Re­gie­rung hatte die Stadt dar­auf ver­wie­sen, dass sie der Post­rou­te ver­lus­tig ge­gan­gen war und nun auf eine ent­spre­chen­de Kom­pen­sa­ti­on hoff­te. Das Mi­li­tär stand die­sem An­sin­nen we­ni­ger po­si­tiv gegen­über, da man die Fes­tung nicht an ein über­re­gio­na­les Schie­nen­netz an­ge­schlos­sen sehen woll­te. mehr…

HERZOG - Geschichte/n -

GROSSE PLÄNE

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Schloss Rheydt –

Re­naissance am Nie­der­rhein

 

Warum steht ein Schloss in Rheydt? Und warum sieht es so aus, wie es sich mit sei­nen Fes­tungs­an­la­gen prä­sen­tiert? Ohne sei­nen wich­tigs­ten Bau­herrn, Otto von By­landt, ist dies kaum zu ver­ste­hen. Und auch nicht, ohne in die Zeit ein­zut­au­chen, in die Archi­tek­tur der Re­naissance. Die Aus­s­tel­lung „Gro­ße Pläne. Schloss Rheydt – Re­naissance am Nie­der­rhein“, die in enger Ko­ope­ra­ti­on mit dem Mu­se­um Zi­ta­del­le Jü­lich vor­be­rei­tet wurde, geht die­sen Fra­gen nach. mehr…

HERZOG - Kunst&Design -

JÜLICHER ANSICHTEN

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Marc Remus zeigt Jü­li­cher An­sich­ten

 

Vor über 15 Jah­ren reis­te der Städ­te­ma­ler Marc Remus von Köln nach Aa­chen. Auf dem Weg mach­te er einen un­ge­plan­ten Ab­ste­cher nach Jü­lich. Aus die­sem Umweg ent­wi­ckel­te sich etwas, was der Künst­ler, wie er selbst sagt, nie er­war­tet hätte. Eine Ge­mäl­de­se­rie von Jü­li­cher Stadt­an­sich­ten ent­stand, die bis heute vie­len Jü­li­chern noch be­kannt ist. mehr…